Delegieren für Führungskräfte

21. Mai 2022 // Lesezeit: 3 Minuten

Gastbeitrag von Karin Tatzmann

Vor einigen Wochen haben wir die tolle Karin kennengelernt. Beim RealTalk am 09.03.2022 war sie im Publikum – gleich darauf packte sie der Impuls, etwas für unsere Community beitragen zu wollen. Und et voilà – die Idee zu einem Blogbeitrag war geboren. Karin ist systemischer Coach und Mentaltrainerin. Sie hilft Führungskräften, Mitarbeitern, Teams und Unternehmen, individuelle Lösungen und Strategien gemeinsam zu erarbeiten. Sie zeigt Ihnen, wie man neue Denkprozesse trainiert und mit Veränderungen besser umgehen lernt.


Vielen fällt es schwer, Arbeiten abzugeben, zu delegieren. Doch niemand kann alles alleine schaffen. Meistens sind es vielbeschäftigte und überarbeitete Menschen, die alles selbst erledigen wollen. Oder auch Personen, die dazu neigen, die Kontrolle über alles behalten zu wollen. Aber auch aus Unsicherheit oder Selbstüberschätzung.

Stell dir kurz einmal vor, du wärst Dirigent:in eines Orchesters. Ist es deine Aufgabe als Dirigent alle Instrumente zu spielen oder leitest du dein Orchester an und gibst die richtigen Vorgaben wie Rhythmus, Takt, Einsatz und Pausen? Und genauso so sollte dein Führungsalltag ausschauen. Statt dich um alle Details und um jede Aufgabe zu kümmern, konzentrierst du dich auf das große Ganze.

Als Führungskraft bist du für die Führung deines Teams zuständig – nicht für jede einzelne Aufgabe.

Was bedeutet delegieren überhaupt?

Delegieren bedeutet Aufgaben, Kompetenzen oder Verantwortung an Mitarbeiter:innen zu übertragen.

Aufgaben richtig aufzuteilen, erfordert spezielles Wissen – sowohl über die Fähigkeiten der Mitarbeiter, an die Aufgaben zu delegieren sind, als auch über die eigenen Stärken und Schwächen. Du sollst nicht nur langweilige Routineaufgaben delegieren, sondern auch dafür sorgen, dass du deinen Mitarbeitern die Chance gibst an neuen Aufgaben zu wachsen und die Kompetenzen zu verbessern.

Warum ist das überhaupt wichtig? Eben weil keiner von uns alles kann – weder zeitlich noch fachlich. 

© Karin Tatzmann

Warum lohnt sich delegieren?

Für dich als Führungskraft

  • Du sparst dir viel Zeit
  • Du gibst Verantwortung weiter
  • Du schaffst Vertrauen
  • Du hast zufriedenere Mitarbeiter
  • Du forderst deine Mitarbeiter
  • Du findest mehr Fokus & Konzentration

Für dein:e Mitarbeiter:innen

  • Bekommen die Möglichkeit ihr Potenzial voll zu entfalten
  • Sie dürfen mehr Verantwortung übernehmen
  • Durch den Vertrauenszuspruch erkennen sie sich als Teil der Wertschöpfungskette an
  • Werden zu besseren Leistungen angespornt

Was hindert mich am Delegieren?

Finde heraus, was dich am Delegieren hindert

Vor allem Glaubenssätze, wie

  • „Ich kann die anderen nicht mit meinen Aufgaben belasten.“
  • „Das macht sowieso keiner besser oder schneller als ich.“
  • „Bevor ich alles lang und breit erkläre, mache ich es lieber selbst.“
  • „Wenn etwas schiefgeht, dann muss ich den riesigen Scherbenhaufen beseitigen.“
  • „Außer mir weiß keiner, wie das genau geht.“

hindern dich zu delegieren

Welche Aufgaben lassen sich gut delegieren?

  1. Routineaufgaben

Routineaufgaben sind ideal zum Delegieren. Vor allem Führungskräfte sollten hier rigoros sein. Du bist kein hochbezahlter Sachbearbeiter mehr. Bei ungeliebten Routineaufgaben achte darauf, dass du diese gleichmäßig im Team verteilst – dies kann sonst zu Frustration führen.

2. Technikaufgaben

Nicht nur Mitarbeiter oder Kollegen können uns Arbeit abnehmen. Auch praktische technische Helfer, Software und Co. können uns entlasten

3. Einmalaufgaben

Einmalige Aufgaben, wie beispielweise Organisation von Meetings lassen sich leicht delegieren. 

4. Gut vorbereitete Tätigkeiten, die anhand einer Checkliste abgearbeitet werden können.

Dies kann beispielsweise das Erstellen von Berichten sein, das Updaten von Datenbanken oder die regelmäßige Kalibrierung eines Gerätes. Die Kompetenz und der Reifegrad der Mitarbeiter spielt hier eine Rolle.

5. Spezialistenaufgaben
Befinden sich Mitarbeiter im Team, die erforderliche Kenntnisse haben, können diese Aufgaben vielleicht besser oder schneller erledigen als die Führungskraft.


Nächste Woche am Samstag folgt der zweite Teil von Karins Gastbeitrag, den dürft ihr euch nicht entgehen lassen, denn hier gibt sie konkrete Tipps zur Delegation für jedermann und jederfrau. Wenn ihr mehr von Karin und dem Thema Delegation erfahren wollt, dann nutzt die Chance und informiert euch über ihre Führungskräfte-Akademie.

Die Führungskräfte-Akademie liefert dir den kompletten Werkzeugkasten, den du für die optimale Führung deines Teams benötigst. Egal ob du in einem Industrieunternehmen arbeitest, in einem großen Konzern oder selbständig als Unternehmer:in tätig bist. Der Kurs startet am 2. Juni und die Plätze sind begrenzt.

Link: www.karin-tatzmann.at/akademie

#highfive
Karin und euer RealTalk-Team

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