đŸ—Łïž Ein Tag voller Inspiration wartet auf dich! Siehs dir an: RealTalk XL

„Das Leben als Lehr(Geld)meister“

Vortrag Generationenhaus

Vortrag im Generationenhaus Gratwein, am 06.09.2022

„So einen atemberaubenden und tiefgrĂŒndigen Vortrag haben wir selten erlebt. Das ging unter die Haut.“ – Georg

Ein Teil des RealTalk-Teams war bei diesem atemberaubenden und tiefgrĂŒndigen Vortrag dabei und wir, Georg, RenĂ© und Eva, haben gestaunt, welche Inhalte an diesem Abend vermittelt wurden; und wir haben nicht nur gestaunt, sondern die beiden Personen, Markus und Martin, bestaunt – Menschen, die offen und ehrlich ĂŒber GefĂŒhle sprechen. Offen und ehrlich vor einigen Personen ĂŒber GefĂŒhle, die waren und sind, zu sprechen, ist eine derartig beeindruckende Leistung, da wir hier von intimsten Botschaften, die geteilt wurden, sprechen. Wie wundervoll ist es, daran teilhaben zu dĂŒrfen, nicht um sachliche Informationen zu erlangen, sondern um zu lernen – egal, in welcher Situation man sich befindet. Und genau das macht auch jedes einzelne RealTalk-Event aus – voneinander zu lernen, Menschlichkeit zu spĂŒren und zu erkennen, dass es immer einen Weg gibt.

Was durften wir nun von Markus und Martin lernen? Beide haben ĂŒber ihr Leben gesprochen und uns in ihre GefĂŒhlswelt eintauchen lassen, die Geschichten waren unterschiedlich und somit noch lehrreicher – kaum zu glauben? Taucht mit uns ein!

FĂŒr Markus sind andere Menschen Anhaltspunkte, um Perspektiven zu erkennen. So und nicht anders sollen wir das tatsĂ€chlich sehen – oft „braucht“ man etwas oder jemanden, um voranzukommen. Dies zu erkennen und zu nutzen, zeigt große StĂ€rke. Das Leben kann nicht geplant werden, es geschehen unerwartete Dinge – die Frage, die man sich laut Markus stellen muss, ist, wie man mit Neuem umgeht. Diese Art zu denken, öffnet neue TĂŒren, neue Blickwinkel. Seit seinem Unfall begleitet ihn der wundervolle Gedanke, fĂŒr zwei zu leben. Wir glauben, dass das nicht nur alles intensiviert, sondern auch, dass dieser Gedanke alles Lebenswerte und Schöne im Leben erlebbarer, „echter“ macht. „Mit Freude kann man so ziemlich alles erreichen.“ – Das ist nicht nur eine Aussage, sondern ein Appell an alle, die das gerade lesen. Bitte glauben wir daran, dass mit Freude alles erreicht werden kann.

Was er hinzugefĂŒgt hat, war, dass gemeinsame Freude anhĂ€lt, womit wir zu unserem Umfeld kommen: Formt euch ein Umfeld, das schlicht und einfach Freude daran hat, an eurem Leben teilhaben zu dĂŒrfen. Denn sowohl fĂŒr die Menschen, die ihr „in euer Leben zieht“, als auch fĂŒr euch, ist das ein Geschenk. Wenn man nicht stagniert, wenn man lebt, werden oft Dinge kommen, von denen man nichts oder wenig hĂ€lt – Markus hat uns nahegelegt, mutig zu sein und auch diesen Dingen eine Chance zu geben: Was sich anfangs nicht richtig anfĂŒhlt, und das spielt sich meistens nur im Kopf ab, kann zu einer großen Passion werden. So hat er die Liebe zum Klettern entdeckt. Beim Klettern spielt mentale StĂ€rke fĂŒr ihn eine große Rolle. Zu diesem Thema hat er einige Punkte erwĂ€hnt, die wichtigsten als abschließenden Appell an euch:

  • Freu dich auf etwas, und wenn du etwas tust, was du gerne machst, lass Freude auch wĂ€hrenddessen zu!
  • Stelle deinen Fokus ein!
  • Pushe andere und werde von anderen gepusht!

Danke lieber Markus fĂŒr deine Worte und fĂŒr die Freude, die du mit uns geteilt hast.

Martin und Markus beim Vortrag im Generationenhaus Gratwein

Martin hat mit einem Thema, dem wir alle nahestehen, begonnen: Leistungsdruck. Wir sollen uns aber unbedingt bewusstwerden, wo wir waren, und das im Vergleich dazu betrachten, wo wir im Hier und Jetzt sind – nicht immer, wo wir hinwollen. Es ist wichtig, aus einer schwierigen Zeit Kraft zu schöpfen, und nicht immer nur nach vorne zu schauen. Damit ist gemeint, dass wir nichts, was passiert ist, löschen können, somit ist der langfristig gesehen uns stĂ€rker machende Weg, sich dessen bewusst zu sein, was passiert ist, daraus Kraft zu schöpfen und auf diese Weise nach vorne zu blicken, weil die Vergangenheit ein Teil von uns ist, der uns helfen will, kann und wird. Manchmal brauchen wir Dunkelheit, um das Licht zu erkennen. Manchmal brauchen wir KĂ€lte, um WĂ€rme zu spĂŒren. Manchmal mĂŒssen wir einsam sein, um uns und das Leben wieder erlebbar zu machen. Wenn wir eine beanspruchende Zeit durchleben, können wir „mĂŒde vom Leben“ sein.

Das Wichtigste ist nicht, „niemals aufzugeben“, sondern „Ja!“ zum Leben zu sagen, auch wenn man schon einmal oder öfters aufgegeben hat. Den Fokus auf fĂŒr jede Person individuell wichtige Dinge zu richten und achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen, bilden dabei den unumgĂ€nglichen Weg. Martin durfte und darf bedingungslose Liebe erfahren und beschreibt das als „unbeschreiblich“ – das ehren wir, dennoch wollen wir versuchen, zu erklĂ€ren, was mit „unbeschreiblich“ gemeint ist: Das wundervolle GefĂŒhl, von einem anderen Menschen so wie man ist und anders geliebt zu werden. Mit „und anders“ ist gemeint, dass diese Liebe vollkommen dem Menschen gilt.

Danke lieber Martin fĂŒr deine Worte und fĂŒr die Energie, die du mit uns geteilt hast.

Nach den VortrÀgen wurden Fragen gestellt und die Antworten waren wie zu erwarten sehr lehrreich. Diese Frage-Antwort-Dynamik bildet als Keynote-Auflistung den Schluss des Blogartikels.

Wir hoffen von Herzen, dass wir dir damit eine Freude gemacht und dein Interesse geweckt haben – unser nĂ€chstes Event findet am 22.10.2022 mit großartigen Sprechern im Congress Graz statt.

  • „Jeder löst ein BĂŒndel an Problemen schwer. Und das sind die eigenen.“ M. Winterheller
  • Es gibt Engel! Mit kleinen Schritten helfen sie dir. Das können Familie, Freunde, Tiere, ja sogar Medien wie BĂŒcher oder Filme, Sportarten, 
 sein.
  • 
 Ad Tiere: Sie können andere, zutiefst liebevolle Botschaften liefern. L. Hat
  • GefĂŒhle wollen sich ausdrĂŒcken, wenn wir sie nicht lassen, werden sie lauter / stĂ€rker, um gehört / wahrgenommen zu werden.
  • „Was wĂ€re, wenn 
“ streichen. Punkt. Es ist nicht so. Wenn man nicht anders kann, also so „gepolt“ ist, dann kann dieser harmlos erscheinende Satz zu Reue und Leid fĂŒhren. Wir haben es in der Hand. Also streichen.
  • Sag doch lieber feinfĂŒhlig statt hochsensibel 
  • Where attention goes, energy flows. M. Winterheller
  • Wenn du dich als SportlerIn ganzheitlich entwickelst, entwickelst du dich auch als Mensch ganzheitlich.
  • 
 Und last but not least: Wenn sich eine TĂŒr schließt, öffnen sich meistens gleich mehrere neue.

#highfive

euer RealTalk-Team

Wie finde ich meine Motivation?

Publikum beim RealTalk

Es kann unterschiedliche GrĂŒnde haben, warum die Motivation einfach fehlt. Oftmals fokussieren wir uns zu sehr auf die Belohnung – und verwechseln dadurch Ursache mit Wirkung. Das ist aber tödlich fĂŒr die Selbstmotivation!

Motivation ist die Summe aller bewussten und unbewussten BeweggrĂŒnde (AntriebskrĂ€fte) fĂŒr alles, was ein Mensch anstrebt oder vermeidet. Diese Energie stammt entweder aus „inneren“ (intrinsischen) und „Ă€ußeren“ (extrinsischen) Quellen.

Wie schön wÀre es, jeden Tag mit Leichtigkeit und voller Motivation durchs Leben zu gehen, anstatt sich stÀndig die Frage zu stellen: Wie motiviere ich mich selbst?

Leider gelingt das den wenigstens. Aber die Kunst ist es, stets ein paar Techniken und Methoden in Petto zu haben, mit denen wir uns einfach und schnell wieder selbst motivieren können, wenn wir mal in ein Motivationsloch geraten sind.

Deshalb haben wir hier ein paar Wege, um dich und deine Selbtmotivation jederzeit zurĂŒck auf Kurs zu bringen:

12. RealTalk in Graz

Keep it simple!

Mache die Dinge einfacher! Nimm dir selbst Gedanken, Aufgaben und GegenstĂ€nde weg. Im wahrsten Sinne des Wortes trĂ€gst du dann weniger Ballast mit dir herum, der dich unnötig beschĂ€ftigen, ĂŒberfordern oder herunterziehen könnte.

Sich keine Gedanken ĂŒber irgendwelche Dinge machen zu mĂŒssen, wirkt automatisch extrem befreiend und motivierend.

Ein prominentes Beispiel: 

Die Garderobe von Mark Zuckerberg. Er sagt zurecht, dass er nicht bereits morgens kognitive Energie damit verschwenden möchte, darĂŒber nachzudenken, was er heute anzieht. Dementsprechend sind in seinem Kleiderschrank nur graue T-Shirts zu finden.

Aber auch fĂŒr die Arbeitswelt gilt das gleiche. Anstatt permanent neues hinzuzufĂŒgen, die Strategie zu Ă€ndern und immer weiter auszubauen – zelebriere es, Dinge weniger kompliziert zu machen. Diese Einfachheit fĂŒhrt zu Klarheit. Durch diese Klarheit wirst du dich selbst motivieren. Und das jeden Tag aufs Neue.

FĂŒr wiederkehrende Aufgaben kannst du dir einfache Systeme schaffen. Sobald du merkst, dass du ein und dieselbe Aufgabe zum zweiten Mal erledigst, systematisiere sie fĂŒr die Zukunft, sodass sie ab sofort einfacher und schneller – im Optimalfall sogar automatisch – zu erledigen ist. Mittlerweile gibt es dazu auch schon sehr viele digitale Tools die dich dabei unterstĂŒtzen können. Wenn sich irgendetwas in deiner Firma oder deinem Unternehmen wiederholt, schaff dir dafĂŒr einen skalierbaren und automatisierten Prozess. So musst du dir nie wieder Gedanken um die Umsetzung machen. Das macht den Kopf frei und steigert deine Selbstmotivation.

Podcasts fĂŒr deine Motivation

Podcasts können sehr motivierend fĂŒr den ganzen Tag sein. Sich direkt morgens nach dem Aufstehen Inspirationen und Ideen von Menschen zu holen, die mit ihren Tipps und dem richtigen Mindset antreiben, kann deine Selbstmotivation steigern.

Du kannst die Podcasts, beim Fertigmachen und Duschen im Bad hören. Diese 20 Minuten können schon sehr viel bewirken. NatĂŒrlich kannst du die Podcasts nach den Bereichen auswĂ€hlen, die dich besonders interessieren oder nach deinem Arbeitsbereich.

Aber auch beim Sport, Joggen oder Spazierengehen können sie eine unglaubliche KreativitÀts- und Motivationsquelle sein.

Höre doch gerne mal in eine unserer Podcastfolgen hinein. „Wie du alles erreichen kannst, was du willst!“ – dort gibt Dominic Pfeffer Tipps dazu:

  • Wie du mit negativen Gedanken umgehst
  • Lernst, positiv zu denken
  • Zufrieden sein & gleichzeitig nach mehr streben

Hör mal rein!

Triff schnelle Entscheidungen

Verschiedene Studien belegen, dass wir nahezu alle unsere Entscheidungen ohnehin emotional treffen. Ganz egal, ob wir davor Pro- und Contra-Listen gefĂŒhrt haben und die Argumente gegeneinander abgewogen haben.

Selbst wenn wir eine Entscheidung vermeintlich rational begrĂŒnden können, fĂŒhrt das wiederum nur dazu, dass dies die Emotion der Sicherheit fĂŒr diese Entscheidung in uns auslöst. Deshalb: Vertraue einfach deinem BauchgefĂŒhl. Entscheide schnell. Und trage so einen wichtigen Teil zu deiner Selbstmotivation bei.

Auch das fĂŒhrt dazu, dass wir emotionalen Ballast und Gedanken schnell abwerfen und nicht lange mit uns herumtragen. Man kann das schnelle entscheiden sogar aktiv trainieren: Nimm dir zum Beispiel vor, ab sofort nie wieder lĂ€nger als 30 Sekunden fĂŒr die Auswahl eines Gerichtes von der Speisekarte zu verwenden. Wenn du diese Methode bei Entscheidungen öfter anwendest, kann es auch Spaß machen und zu einer Art Spiel fĂŒr dich selbst werden, jegliche Entscheidungen im persönlichen sowie beruflichen Leben einfach schnell zu treffen und sie dann mit voller Kraft umzusetzen.

Setze dir tÀgliche Ziele und erreiche sie auch

Ziele zu erreichen gibt uns ein gutes GefĂŒhl und motiviert uns selbst, das nĂ€chste Ziel zu erreichen.

Deshalb: Gestalte deine To-Do-Liste so, dass sie jeden Tag kleiner wird und du stets die Kontrolle ĂŒber alle deine Aufgaben behĂ€ltst. Es gibt nichts demotivierendes, als eine To-Do-Liste, die immer lĂ€nger wird, weil immer mehr Dinge hinzukommen.

Am Besten eignet sich hier eine wöchentliche Planung. Darin nimmst du dir eine bestimmte und erreichbare Liste an Aufgaben fĂŒr die nĂ€chsten 7 Tage vor. Alle anderen Aufgaben, die ĂŒber die Woche zusĂ€tzlich aufkommen, legst du ins sogenannte „Backlog“. Diese kommen dann erst frĂŒhestens in der nĂ€chsten Woche auf deine To-Do-Liste. Du solltest unbedingt zwischen wichtigen und dringenden Aufgaben unterscheiden, um dir so deine Planung noch besser einteilen zu können.

Auch Auszeiten erhöhen deine Motivation

Das fĂ€llt dir wahrscheinlich nicht immer so leicht – vor allem wenn dir die ganzen Aufgaben deiner To-Do-Liste noch im Kopf herumschwirren. Trotzdem: Einfach mal einen Tag frei machen.

Wenn du dir mal einen Tag bewusst frei nimmst, ist das Resultat daraus extreme Selbstmotivation. Das Abschalten hat die Kraft, das Feuer der Motivation in dir neu zu entfachen.

Selbstmotivation: Was spornt wirklich an?

Selbstmotivation: Die 5 Wege nochmal kurz zusammengefasst!

  1. Keep it simple!
    Mache die Dinge einfacher! Weniger ist mehr.
  2. Höre motivierende Podcasts!
    Zum Beispiel den RealTalk-Podcast. 
  3. Triff schnelle Entscheidungen!
    Hör auf dein BauchgefĂŒhl.
  4. Setze dir tÀgliche Ziele und erreiche sie auch!
    Gestalte deine To-Do-Liste so, dass sie jeden Tag kleiner wird.
  5. Nimm einen Tag Auszeit!
    Abschalten gibt Kraft und neue Inspiration.

Abschließend: Bleibe individuell!
Finde heraus, was fĂŒr dich funktioniert. Erinnere dich an positive Erlebnisse: Das spornt an! Leg einen Zwischenstopp ein: Tief Luft holen, mal richtig die Seele baumeln lassen und so die Motivation wieder ankurbeln. Kleine Erfolge zelebrieren: Lobe und belohne dich selbst, wenn’s sonst keiner tut.

#highfive

euer RealTalk-Team

Was sind KreativitÀtstechniken?

KreativitĂ€tstechniken sind Methoden zur Förderung von KreativitĂ€t und gezieltem Erzeugen neuer Ideen, um Visionen zu entwickeln oder Probleme zu lösen. In Wirtschaft, Politik, Bildung usw. werden dafĂŒr gezielt Innovationsworkshops und Innovationsprojekte durchgefĂŒhrt.

Auch wir bei RealTalk nutzen verschiedene Techniken, um unsere KreativitÀt anzuregen und auf neue Lösungswege zu kommen. Darum möchten wir euch hier ein paar dieser sogenannten KreativitÀtstechniken vorstellen.

Mindmapping

Einer der Klassiker unter den KreativitÀtstechniken ist die Mindmap. Mit einer Art Karte kannst du deine Gedanken strukturieren und Ideen visualisieren. Man legt ein zentrales Thema fest und sammelt weitere Ideen drumherum.

Mindmap Beispiel

Auf diese Weise können Verbindungen hergestellt werden und ZusammenhĂ€nge werden sichtbar. Wichtig dabei ist jedoch, dass man nur mit SchlĂŒsselbegriffen arbeitet. Auf Detailbeschreibungen sollte man verzichten.

Brainstorming

Ein weiterer Klassiker unter den KreativitĂ€tstechniken ist das Brainstorming. Im Kern geht es darum, erst einmal alle Gedanken zu einer Frage oder einem Thema zu sammeln. Soll heißen: Es wird zunĂ€chst einmal nichts kritisiert oder ausgeschlossen. Jeder Input ist wertvoll und wird festgehalten, selbst wenn es sich um total ausgefallene VorschlĂ€ge handelt.

Erst im zweiten Schritt werden alle gesammelten Eingebungen genauer analysiert, bewertet und sortiert. Dabei können auch PrioritÀten gesetzt werden, welche Idee besonders vielversprechend ist und als erstes verfolgt werden soll.

Brainwriting

Dabei handelt es sich um eine Technik, die Ă€hnlich wie das Brainstorming funktioniert. Das Brainstorming bietet vor allem extrovertierten Teilnehmern die Chance, sich einzubringen. Das Brainwriting hingegen bezieht alle mit ein: HierfĂŒr sitzen alle Anwesenden im Kreis um einen Tisch. Jeder schreibt seine Ideen ganz oben auf ein DIN-A4-Blatt. Nach 5 bis 10 Minuten gibt man die Ideen an den linken Tischnachbarn weiter. Dieser ergĂ€nzt die Idee mit seinen Gedanken. Jede Idee wird solange weitergereicht bis jeder die Gelegenheit hatte, alle Ideen zu ergĂ€nzen. Die aufgeschriebenen Skizzen bilden danach eine Diskussionsgrundlage.

Brainswarming

Die Kreativtechnik geht auf den Amerikaner Tony McCaffrey zurĂŒck. Er entwickelte das Brainstorming als er feststellte, dass beim klassischen Brainstorming oft die extrovertierten Teammitglieder die Gruppe und damit auch die Ideenfindung dominieren. Dadurch gehen die Ideen der eher schĂŒchternen Meeting-Teilnehmer meist unter oder ĂŒberhaupt verloren.

McCaffrey suchte also nach einem Weg, die ĂŒbliche Selbstdarstellung aus der Gleichung zu nehmen – und wurde fĂŒndig bei den Methoden des sogenannten Business Modelling und Post-it-Notes. Beim Brainswarming schreiben alle Teilnehmer zunĂ€chst ihre Ideen auf Klebezettel – jeder fĂŒr sich. Anschließend werden diese auf eine gemeinsame Pinnwand geheftet und die Ideen miteinander verknĂŒpft. So geht keine Idee verloren und auch die stilleren Teilnehmer können sich ungehindert einbringen.

Gruppendiskussion

Ideen können nicht nur aufgeschrieben, sondern auch ausdiskutiert und prĂ€sentiert werden. Genau dabei geht es bei der Gruppendiskussion, die sich vor allem in grĂ¶ĂŸeren Teams oder Gruppen eignet. Anfangs finden sich kleinere Gruppen von jeweils drei bis fĂŒnf Teilnehmern zusammen, die untereinander Ideen sammeln, VorschlĂ€ge machen und LösungsansĂ€tze entwickeln. Dabei sollte man Notizen und Stichpunkte machen, um alles festzuhalten. Ist diese Phase abgeschlossen, werden die Gruppen neu gemischt. 

In der zweiten Gruppendiskussion kommt jeweils ein Teilnehmer aus jeder Gruppe zusammen, um eine neue Diskussion zu beginnen. Man nimmt also alle AnsĂ€tze der ersten GesprĂ€chsrunde mit, tauscht sie aus und ergĂ€nzt diese. Dabei sollte jeder versuchen, die anderen zu ĂŒberzeugen aber trotzdem offen fĂŒr die VorschlĂ€ge der anderen sein, um das optimale Ergebnis zu erzielen. Als letzte Runde kann man noch einmal in die ursprĂŒngliche Konstellation zurĂŒckkehren, um noch einmal alle EindrĂŒcke und Ideen zu besprechen, die in den verschiedenen Diskussionen entstanden sind. Zum Abschluss werden die Ideen in großer Runde gesammelt, analysiert und bewertet.

6-3-5 Methode

Die KreativitĂ€tstechnik 6-3-5 Methode hat ihren Namen durch die drei wichtigsten Faktoren: Es gibt insgesamt sechs Teilnehmer, die jeweils drei Ideen aufschreiben und das fĂŒnf Mal wiederholen. Anfangs schreibt jeder Teilnehmer drei Ideen, VorschlĂ€ge oder Problemlösungen auf sein Blatt Papier. Im Anschluss reicht man die Zettel weiter und jeder bekommt die Ideen seines Nachbarn. In der zweiten Runde werden diese Ideen mit eigenen Gedanken erweitert, ausgefĂŒhrt und ergĂ€nzt. Das Ganze macht man bei sechs Teilnehmern genau fĂŒnf Mal – bis also jeder einmal jeden Zettel hatte und diesen mit eigenem Input ergĂ€nzen konnte.

Design Thinking

Das Design Thinking ist als eine der KreativitĂ€tstechniken gerade im Projektmanagement und im Marketing sehr beliebt und wird aufgrund seiner besonderen Eigenart gerne genutzt: Als entscheidender Faktor wechselt man beim Design Thinking die Perspektive und man denkt aus Sicht des Kunden. Erster und wichtigster Schritt beim Design Thinking ist deshalb eine klare Identifizierung des Kunden oder der Zielgruppe. Wer soll angesprochen werden? Was wĂŒnscht sich der KĂŒnde? Welche BedĂŒrfnisse stehen an erster Stelle? Wie können diese bestmöglich befriedigt werden? So kann ein genaues Bild potenzieller Kunden erstellt werden, auf die das weitere Vorgehen angepasst wird.

ABC Technik

Du willst viele Ideen und Impulse sammeln? Dann kann die ABC Technik genau richtig sein. Diese ist sehr einfach, kann jederzeit angewendet werden und liefert zahlreiche Eingebunden und Gedanken. Alles was du brauchst: Ein Blatt Papier pro Teilnehmer, auf das du die Buchstaben des Alphabets von A bis Z schreibst. Ziel ist es, dass jeder Teilnehmer seine Ideen und Anregungen zu den jeweiligen Anfangsbuchstaben festhĂ€lt. Neben das A kommen also alle EinfĂ€lle, die mit A beginnen
 Im besten Fall wird so zu jedem Anfangsbuchstaben mindestens ein Impuls aufgeschrieben, in der Praxis zeigt sich aber, dass einige Buchstaben nur schwer zu fĂŒllen sind (vor allem Q, X, und Y).

Walt Disney Methode

Die Walt Disney Methode geht tatsĂ€chlich auf den Schöpfer von Micky Maus und Donald Duck zurĂŒck. Der US-Filmproduzent entwickelte diese Methode, um Denkblockaden zu ĂŒberwinden. Dazu schlĂŒpft man in drei verschiedene Rollen und argumentiert aus dieser speziellen Sichtweise:

  • Der TrĂ€umer denkt chaotisch und visionĂ€r und lĂ€sst sich weder durch (logische) Regeln noch Traditionen einschrĂ€nken.
  • Der Realist konzentriert sich danach auf das Machbare – jedoch mit viel gutem Willen: Falls die Idee des TrĂ€umers umgesetzt wĂŒrde, was wĂ€re dazu nötig? Was wĂŒrde es kosten? Wichtig ist, dass der Realist stets vor dem Kritiker gehört wird. So bekommt die Vision die Chance, ihr Potenzial zu zeigen.
  • Der Kritiker stellt schließlich konstruktive Fragen, prĂŒft, analysiert und verbessert das vorlĂ€ufige Ergebnis.

Danach beginnt der Prozess von vorne, der Kritiker ĂŒbergibt die Lösung zurĂŒck an den TrĂ€umer, der sie weiterspinnt und so weiter. Sobald der Kritiker keine offenen Fragen mehr hat, der Realist von dem Gelingen des Projekts ĂŒberzeugt und der TrĂ€umer von dessen Strahlkraft begeistert ist, liegt ein optimales Ergebnis vor. Damit das funktioniert, sollte man die GrĂ¶ĂŸe der Gruppe neun Personen nicht ĂŒberschreiten.

De Bono HĂŒte

Die KreativitĂ€tstechnik der De Bono HĂŒte funktioniert Ă€hnlich wie die Walt-Disney-Methode, auch hierbei nimmt man verschiedene Rollen ein. Der britische Psychologe und renommierten Lehrer fĂŒr kreatives Denken, Edward de Bono, erweiterte Disneys Modell jedoch auf sechs Perspektiven und wies ihnen verschiedenfarbige HĂŒte zu.

DenkhĂŒte nach Edward de Bono

Selbst wenn nicht alle Farbtypen in einem Team vertreten sind, kann man mit dieser Technik zumindest kreative Prozesse anstoßen, indem man entweder verschiedenen Kollegen jeweils eine Farbe und Eigenschaft bewusst zuordnet, oder das Team nach genau diesen StĂ€rken zusammenstellt oder alle mal reihum verschiedene HĂŒte aufsetzen.

Wir wĂŒnschen euch viel Spaß und Erfolg beim austesten dieser KreativitĂ€tstechniken.

#highfive

euer RealTalk-Team

Wie du deine ProduktivitÀt steigern kannst

ProduktivitÀt steigern

Wir haben Tipps fĂŒr euch vorbereitet, wie ihr eure ProduktivitĂ€t steigern könnt đŸ€—

Produktiver werden bedeutet nicht, dass man sich einfach mit mehr Arbeit eindeckt. Wenn du produktiver arbeiten möchtest, ist es eher wichtig, die Arbeit rund um die tatsÀchliche Arbeit so gering wie möglich zu halten. Um produktiver werden zu können, sollten aber auch Aspekte wie Schlaf, ErnÀhrung und Bewegung stimmen.

Fit und ausgeruht fĂŒr die Arbeit

Viele Menschen sind so mit der Arbeit beschĂ€ftigt, dass sie sich dadurch weniger um ihre persönlichen Angelegenheiten kĂŒmmern. Wenn man zu wenig Zeit hat, bestellt man sich einfach ein Mittagessen oder wenn man zu wenig geschlafen hat, trinkt man einfach mehr Kaffee.

WÀhrend das auf kurze Zeit vielleicht hilfreich sein mag, erlaubt es dem Körper nicht, sich richtig auszuruhen und Energie aufzuladen. Deswegen ist es wichtig, ein gutes Selbstmanagement zu haben.

ErnĂ€hre dich gesund: Sowohl wĂ€hrend der Arbeit als auch in der Freizeit solltest du dich so gesund wie möglich ernĂ€hren. Das kann in kleinen Schritten erfolgen, wie etwa der Wechsel zu gesunden Snacks, wie NĂŒsse, Obst oder auch dunkle Schokolade.

Schlafe ausreichend: Der Körper braucht Zeit, um sich vom Alltagsstress zu erholen. Schaffe dir eine Nachtroutine und schlafe zwischen 7-8 Stunden jeden Tag. Am besten im selben Zeitraum.

Bewege dich öfter: Der Körper braucht Bewegung. Gerade bei einer Arbeit im BĂŒro oder im Homeoffice ist das wirklich notwendig. Du kannst entweder öfter stehen wĂ€hrend der Arbeit, nach der Arbeit spazieren gehen oder Sport betreiben.

Verschiedene Zeitmanagement-Strategien testen

Du hast einige schlechte Angewohnheiten entwickelt und neigst dazu, Dinge aufzuschieben. Dieses Aufschieben von unangenehmen Aufgaben kannst du mit Hilfe von Zeitmanagement-Techniken ĂŒberwinden.

Dank bestimmten Zeitmanagement-Strategien kannst du dir Gedanken zu anstehender Arbeit machen, dich in den richtigen Geisteszustand versetzen, Prokrastination vermeiden und deine ArbeitsproduktivitÀt steigern. Schon allein die Planung, wie du die Arbeit angehen willst, kann dir dabei helfen, dich zu konzentrieren. Hier verschiedene Zeitmanagement-Techniken, die dir helfen, wenn du die ProduktivitÀt erhöhen möchtest:

  • Die Pomodoro-Technik 
  • Das Pareto-Prinzip 
  • Getting things done (GTD)
    Die GTD-Methode wurde von David Allen in den frĂŒhen 2000er Jahren erfunden. Bei dieser Zeitmanagement-Methode schreibt man alle zu erledigenden Aufgaben nieder und teilt sie dann bei Bedarf in kleinere Abschnitte ein. Auf diese Weise kannst du alle anstehenden ArbeitsvorgĂ€nge auf einen Blick erfassen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, statt zu versuchen, die Arbeit nur im Kopf zu organisieren und zu priorisieren.
  • Eat the Frog
    Das Zeitmanagement-Prinzip „Eat the Frog“ basiert auf dem berĂŒhmten Mark Twain-Zitat: „Wenn es deine Aufgabe ist, einen Frosch zu essen, dann tu das am besten gleich morgens frĂŒh.“ Nach dem „Eat the Frog“-Prinzip solltest du zuerst die schwierigste und unangenehmste Arbeit in Angriff nehmen, bevor du ĂŒberhaupt an das Prokrastinieren denken kannst. Sobald die unangenehmste Arbeit erledigt ist, wird alles, was danach kommt, angenehmer und weniger schwierig sein.

Zeitfenster höchster ProduktivitÀt nutzen

Hast du dir schon jemals die Frage „Bin ich ein Morgen- oder ein Nachtmensch?“ beantwortet, weißt du, dass die persönliche ProduktivitĂ€t je nach Tageszeit stark variieren kann. FĂŒr einige von uns ist es sehr befriedigend, gleich morgens mit der Arbeit zu beginnen und sich damit besser auf seine Aufgaben konzentrieren zu können. FĂŒr andere ist es vielleicht besser, sich nach dem Mittagessen an die Arbeit zu machen. Zu wissen, wann du am produktivsten bist, kann dir helfen, deinen Tag besser zu gestalten und zu strukturieren.

Sobald du weißt, wann du am produktivsten bist, solltest du „Fokuszeiten“ in deinen Kalender einplanen, die sich an deinen produktivsten Zeiten orientieren. Auf diese Weise hast du anstelle von hĂ€ufigen, vereinzelten Aufgaben einen Zeitplan, der auf maximale Konzentration und ProduktivitĂ€t ausgerichtet ist.

Ablenkungen vermeiden

Egal ob du von zuhause aus oder im BĂŒro arbeitest, deine Arbeitsumgebung spielt eine entscheidende Rolle dabei, wenn du produktiver werden möchtest. Wenn es in deiner Arbeitsumgebung zu viele Dinge gibt, die dich ablenken können, dann solltest du diese unbedingt entfernen.

UnabhĂ€ngig davon, wo du arbeitest, solltest du versuchen, Ablenkungen von außen zu reduzieren, um sich leichter auf die wichtigen Dinge konzentrieren zu können. Am besten dabei klein anfangen. Wenn du z. B. hĂ€ufig durch LĂ€rm abgelenkt wirst, versuch es doch mal mit Kopfhörern mit GerĂ€uschunterdrĂŒckung. Wenn du keinen guten BĂŒrostuhl hast, versuche es mit einem Kissen, das die LendenwirbelsĂ€ule stĂŒtzt. Indem du deine Umgebung optimierst und hĂ€ufige Ablenkungen minimierst, kannst du dich besser konzentrieren und in einen Flow kommen, statt stĂ€ndig gegen Ablenkungen ankĂ€mpfen zu mĂŒssen.

RealTalk im Dom im Berg

Multitasking vermeiden

Anstatt an mehreren Dingen gleichzeitig zu arbeiten, solltest du die Aufgaben nacheinander abarbeiten, um in Flow zu kommen. Menschen sind nicht wirklich gut im Multitasking. Wenn man versucht, zwei Dinge gleichzeitig zu tun, verarbeitet dein Gehirn die Informationen fĂŒr beide Aufgaben langsamer. Das Ergebnis ist, dass du, anstatt nur eine Sache gut zu machen, letztendlich zwei Dinge weniger gut machst.

Um Multitasking zu vermeiden und damit die ProduktivitĂ€t zu erhöhen, konzentriere dich darauf, eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen. Stelle sicher, dass du genug Zeit hast, um dich in die Aufgaben zu vertiefen, sodass du den Flow-Zustand erreichen kannst. Du befindest dich im Flow-Zustand, wenn du vollstĂ€ndig in deine Arbeit eingetaucht bist. Dann strotzt du vor Energie, Motivation und ProduktivitĂ€t. Der Flow-Zustand hilft dir nicht nur, die Arbeit schneller zu erledigen, sondern sorgt auch fĂŒr mehr KreativitĂ€t und Engagement bei der Arbeit.

Einfache Tipps, um Multitasking zu reduzieren und den Flow-Zustand zu maximieren:

  • Vermeide Ablenkungen, indem du dein Telefon mit der Bildschirmseite nach unten legst und Social-Media- oder Chat-Benachrichtigungen (auch auf deinem Computer) deaktivieren.
  • Bevor du dich in die Arbeit stĂŒrzt, iss einen Snack, gehe auf die Toilette und schenke dir ein Glas Wasser ein, damit du nicht durch körperliches Unwohlsein abgelenkt wirst.
  • Höre beruhigende Musik, wenn dir das beim Konzentrieren hilft. Ziehe in ErwĂ€gung, Musik abzuspielen, die keinen Text hat oder versuchen, Musik in einer fremden Sprache zu hören.
  • Baue auch etwas Spaß ein, wenn du anfĂ€ngst, dich zu langweilen. Wenn du an einer Routine- oder Standardaufgabe arbeitest, versuche die Situation etwas spannender oder lustiger zu gestalten. Messe die Zeit und halte einen Wettbewerb mit dir selbst ab. Oder suche nach wiederkehrenden Elementen in deiner Arbeit, um die Langeweile zu vertreiben.

Wichtige Aufgaben priorisieren

Zu wissen, wie deine tĂ€gliche Arbeit mit den Unternehmenszielen oder Teamvorhaben zusammenhĂ€ngt, ist nicht nur ein „Nice-to-have“ – es ist entscheidend, wenn du produktiver arbeiten möchtest. Wenn du Klarheit darĂŒber hast, kannst du die Arbeit effektiver priorisieren und so sicherstellen, dass du die Arbeit mit der grĂ¶ĂŸten Wirkung zuerst in Angriff nimmst.

Benachrichtigungen minimieren

Um sich auf die Arbeit konzentrieren zu können und die beste Leistung zu erbringen, musst du Ablenkungen vermeiden. Die grĂ¶ĂŸte Ursache von Ablenkungen sind Benachrichtigungen. Ganz egal, ob es sich um arbeitsrelevante Benachrichtigungen wie E-Mails oder um nicht arbeitsbezogene Benachrichtigungen wie Push-Benachrichtigungen aus sozialen Medien und Textnachrichten handelt.

Um die ProduktivitĂ€t am Arbeitsplatz zu steigern, musst du dich nicht komplett von der Außenwelt abschotten. Such vielmehr nach Tools, die „Schlummer“- oder „Nicht stören“-Funktionen anbieten. Auf diese Weise kannst du dich in die Arbeit stĂŒrzen, ohne dich darum zu sorgen, durch eine schlecht getimte Benachrichtigung aus deinem Flow-Zustand gerissen zu werden.

„Nein“ sagen

Wenn du „Nein“ zu Aufgaben sagst, fĂŒr die du keine Zeit hast, gewinnst du mehr Zeit fĂŒr die wichtigen Aufgaben. Letztendlich musst du nicht „alles machen“. Du brauchst einen Plan, mit dem du dich auf das konzentrieren kannst, was fĂŒr dich und das Team den grĂ¶ĂŸten Wert hat.

Klarheit im Team schaffen

Die Zeit, die wir damit zubringen, nach Aufgaben zu suchen, entsprechende Informationen einzuholen oder diesen hinterherzujagen, ist Zeit, in der wir nicht produktiv sind. Das wiederum bedeutet, dass du diene Arbeit mit grĂ¶ĂŸter Wirkung zu anderen Zeiten nachholen musst. Aber um die Zusammenarbeit zu verbessern und gleichzeitig deiner persönlichen Work-Life-Balance gerecht zu werden, brauchst du eine Möglichkeit, effektiver zusammenzuarbeiten.

Bist du bereit, deine ArbeitsproduktivitÀt zu steigern und deine dringlichsten Aufgaben produktiv zu erledigen? Dann nutze diese Tipps und setze sie gleich direkt um!

#highfive

euer RealTalk-Team

Krebs – harter Panzer und weicher Kern

Lebensheldin e. V.

Kurze Info vorab:

Vor ein paar Monaten haben wir die großartigen Menschen von Lebensheldin e. V. kennengelernt und es hat sich eine tolle Zusammenarbeit ergeben. Wir haben viele Überschneidungen und Gemeinsamkeiten in unseren Vorstellungen und Visionen entdeckt. Darum sind die Lebensheldinnen eine Herzensangelegenheit fĂŒr uns und wir möchten sie hiermit gerne etwas unterstĂŒtzen und ihnen eine Plattform bieten.

Lebensheldin ist die erste gemeinnĂŒtzige Organisation im deutschsprachigen Europa, die fĂŒr den Neuanfang nach Brustkrebs und den positiven Umgang mit der Erkrankung steht. Der Fokus ist nach vorne gerichtet. Es geht nicht um die Krankheit, sondern um Heilung. Wie das geht, erfĂ€hrst du in diesem Blogartikel, aber auch in der neuesten Podcast-Folge.

Perfektionismus schĂŒtzt nicht vor Verletzlichkeit

Ein erstes Vorzeichen bekomme ich in unserem Herbsturlaub an der NordseekĂŒste. Normalerweise entdecken wir beim Muschelsammeln vereinzelt kleine Krebse. An diesem Tag ist es anders: Am Flutsaum liegen unzĂ€hlige große Krebse, der ganze Strand ist voll davon. Als ich nach meiner Chemotherapie wieder zur Erholung an diesen Ort zurĂŒckkehre, finde ich keinen einzigen Krebs mehr, nur noch eine leere KrebshĂŒlle.

Dr. Jeanette Dittmann

Die Perfektionismus-Falle

Mein Name ist Jeanette, ich bin 44 Jahre alt, meine Kinder erst vier und neun. Immer getrieben versuche ich, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Beides will ich besonders gut hinkriegen, ich mache am liebsten alles selbst und gerate deshalb oft in die Falle des Perfektionismus. Im Job bin ich noch nicht da angekommen, wo ich hinwill, und es macht mich unglĂŒcklich, dass ich nicht die WertschĂ€tzung bekomme, die ich mir immer ersehnt habe. Mein Mann ist noch getriebener, wir sehen uns oft nur noch zwischen TĂŒr und Angel und haben wenig Zeit fĂŒreinander.

Wie entspannend ist da unser Start in die Ferien. Wir sitzen gemĂŒtlich im Zug Richtung Norddeutschland, um gemeinsam mit meiner Mutter Weihnachten zu feiern. Aller Vorweihnachtsstress fĂ€llt von mir ab und ich genieße die Fahrt, als mich plötzlich, wie aus dem Nichts, eine Schwermut befĂ€llt, die ich nicht greifen kann. Ich fange an zu weinen und kann mich gar nicht mehr beruhigen.

Bei unserer Ankunft ist alles vergessen und ich freue mich auf die Festtage. Als ich am Heiligabend mein neues rotes Weihnachtskleid anziehen will, spĂŒre ich in meiner linken Brust etwas Hartes. Ich habe ein ungutes GefĂŒhl, doch im Trubel der Geschenkeschlacht vergesse ich das erstmal wieder. SpĂ€ter im Bett taste ich nochmals meine Brust ab. Die VerhĂ€rtung ist immer noch da.

Sollte mein Weihnachtsgeschenk etwa Brustkrebs sein?

Im Nachhinein sehe ich es als Zeichen des Himmels, dass ich am Heiligabend zwischen Kirche und Bescherung den Knoten entdecke, obwohl ich mich eigentlich nicht abtaste. Direkt nach unserer RĂŒckkehr aus Norddeutschland vereinbare ich einen Termin bei meiner FrauenĂ€rztin. Sie bestĂ€tigt meinen Tastbefund. Allerdings ist weitere Diagnostik erforderlich, um endgĂŒltig Gewissheit zu bekommen. Meine Angst wĂ€chst. Aufgrund der Weihnachtsferien scheint es unmöglich, den erforderlichen Mammografie-Termin zu bekommen. GlĂŒcklicherweise findet sich doch eine Möglichkeit, 40 Kilometer außerhalb! – ich wĂ€re an dem Tag auch 1000 Kilometer gefahren, um Klarheit zu bekommen.

Eintauchen in Krankheit und Leben

Der Arzt dort ist sehr verhalten, als er das Ergebnis sieht. Er vermutet, dass es bösartig sein wird. Genaueres kann aber nur ein MRT zeigen. Ich habe mich zwischenzeitlich umgehört und mich fĂŒr die weitere Diagnose fĂŒr ein Brustzentrum 20 Autostunden entfernt entschieden. Was kommt da auf mich zu? Ich muss einige Tage warten, bis ich endlich im MRT mit Biopsie weitere Gewissheit bekomme. Ein Albtraum, der wahr wird: Brustkrebs!

Der Tumor ist wesentlich grĂ¶ĂŸer als ursprĂŒnglich vermutet, und ich werde wahrscheinlich meine Brust verlieren. Der Arzt geht zudem davon aus, dass ich eine Chemotherapie machen muss. Ich, Chemotherapie? Wo ich doch ohnehin schon kein tolles Immunsystem habe? Glatze, Übelkeit, keine LebensqualitĂ€t! – mit diesen Gedanken muss ich alleine wieder 20 Stunden nach Hause fahren, um meinem Mann, meinen Kindern, meiner Mutter und meinen Freunden von der Diagnose zu erzĂ€hlen. WĂ€hrend der Fahrt fĂŒhle ich mich wie in einem vernebelten Tunnel und habe furchtbare Angst. Als mein Mann mich vom Bahnhof abholt, fallen wir uns weinend in die Arme, doch ich tröste ihn: „Wir schaffen das.“ Mein Mann ist bis heute beeindruckt von meiner Zuversicht. „Der Krebs kann mich mal! Ich will leben!“

Nur wenige Tage spĂ€ter bestĂ€tigt das Biopsie-Ergebnis unsere BefĂŒrchtungen. Triple negativ. Jetzt ist auch endgĂŒltig klar, dass ich eine Chemotherapie machen muss. Die Mediziner machen mir trotz der erschĂŒtternden Diagnose Mut: „Das kriegen wir hin. Der Tumor wird schmelzen wie ein Schneeball in der Sonne.“ Sie erklĂ€ren mir, dass schnell wachsende Tumoren nicht immer negativ sein mĂŒssen. Sie sind sehr fragil, anfĂ€llig fĂŒr eine Chemo und! – rechtzeitig erkannt! – heilbar.

Mein Arzt gibt mir von Anfang an die wertvolle Empfehlung, mein Leben dennoch weiterzuleben und der Krankheit maximal eine Stunde am Tag Raum zu geben. In dieser Zeit soll ich ganz bewusst in die Krankheit eintauchen und mich mit ihr auseinandersetzen. Er stellt mir auch die wichtige Frage, ob ich eine Frau kenne, die ebenfalls schon an Brustkrebs erkrankt und einen Ă€hnlichen Weg gegangen ist. TatsĂ€chlich fĂ€llt mir jemand ein, und ich kontaktiere sie umgehend. Das ist genau die richtige Entscheidung, denn wĂ€hrend der Therapie wird sie zu einer meiner wichtigsten StĂŒtzen und zu einer lieben Freundin.

Als ich Freunden und Verwandten von der Diagnose erzĂ€hle, bin meist ich es, die die Tröstende ist. Irgendwie baut mich das auf, denn je mehr ich erzĂ€hle, desto stĂ€rker werde ich, und jedes Mal denke ich: Ich schaffe das. Zum Zeitpunkt der Diagnostik habe ich große Angst, die Unsicherheit und Unwissenheit quĂ€len mich. Doch irgendwann macht die Angst Platz fĂŒr Wut: Warum muss ich das jetzt alles ertragen? Andere regen sich darĂŒber auf, wenn ihnen der Fingernagel abgebrochen ist. Wieso muss ausgerechnet ich durch diese Leidensphase gehen? Zum GlĂŒck habe ich meinen Mann an meiner Seite, der stets Zuversicht ausstrahlt. Er erzĂ€hlt jedem, wie sehr er mich fĂŒr meine StĂ€rke bewundert, und macht auch mir damit immer wieder bewusst, dass ich stark bin und es schaffen werde:

Ich werde wieder gesund und alles wird gut!

Gute und böse Fische

Mein Arzt vermittelt mir eine tolle Psycho-Onkologin. Sie gibt mir wertvolle Tipps, vor allem im Umgang mit meinen Kindern. So rĂ€t sie meinem Mann und mir eindringlich, offen mit den beiden zu reden und nichts zu beschönigen. Die Offenheit sei erforderlich, damit die Kinder nicht das Vertrauen verlieren. Es wĂŒrde noch viel mehr Schaden anrichten, ihnen die Wahrheit zu verschweigen, und die Worte Krebs und Tumor sollten auch fallen. Sie versorgt uns mit zahlreichen BroschĂŒren zum Thema Brustkrebs und empfiehlt BĂŒcher mit Geschichten fĂŒr Kinder zu diesem Thema. Sie rĂ€t uns, fĂŒr das GesprĂ€ch mit den Kids viel Zeit einzuplanen. Es solle im Laufe des Tages stattfinden und nicht abends vor dem Zubettgehen, damit die Kinder die Möglichkeit haben, aus dem GesprĂ€ch auszubrechen. Wir sollten nichts beschönigen, aber das Thema Tod dĂŒrften wir ausklammern.

Ich bin sicher, wieder richtig gesund zu werden, diese Zuversicht will ich ausstrahlen und auch verbreiten. Trotzdem graut mir vor dem GesprĂ€ch. An einem Samstag nach dem FrĂŒhstĂŒck ist es soweit: Wir erzĂ€hlen den Kindern von meiner Krankheit und der bevorstehenden Chemotherapie. Dabei bedienen wir uns einer Geschichte aus den BĂŒchern, die wir bekommen haben. Dort werden der Krebs und die Chemo mit dem Bild von guten grĂŒnen und bösen roten Fischen im Körper beschrieben. Als wir erzĂ€hlen, dass Mama aufgrund der Medikamente gegen die bösen roten Fische alle Haare verlieren wird, ist es vorbei. Die Kinder fangen an zu weinen. Meine Tochter rennt trĂ€nenĂŒberströmt in ihr Zimmer und schließt sich ein. Die Reaktion seiner Schwester lĂ€sst auch meinen VierjĂ€hrigen erahnen, was all das bedeutet. Nun ist auch er außer sich. Es ist schrecklich und ich hoffe, dass ich so etwas nie wieder machen muss. Wir schaffen es schließlich, den Kindern zu vermitteln, dass Mama zwar Krebs hat, aber nicht daran sterben, sondern wieder gesund wird.

Mein Sohn hat an dem Tag noch ein Hockeyturnier, zu dem wir alle zusammen gehen, nachdem wir uns beruhigt haben. Die NormalitÀt tut uns allen gut. Bis auf die Tatsache, dass mein Kleiner jedem sofort berichtet, dass seine Mama Krebs hat 


Dr. Jeanette Dittmann

Berge statt Meer fĂŒr den Krebs

Je mehr ich mich mit der Krankheit beschĂ€ftige und je mehr positive Erfahrungsberichte ich lese, desto weniger Angst habe ich, zu sterben oder nicht wieder gesund zu werden. Die Chemotherapie war fĂŒr mich bisher immer das absolute Schreckgespenst. Die Ärzte machen mir aber klar, dass sie ein Mittel ist, das mich wieder gesund machen kann. Auch meine Freundin gibt mir das Mantra an die Hand, dass die Chemo fĂŒr mich da ist und mir hilft. Ich bin dankbar, dass es diese Medikamente gibt, und gleichzeitig frage ich mich, wie ich die Gifte wieder aus meinem Körper rausbekomme. So sehr ich die Schulmedizin zu schĂ€tzen weiß, glaube ich, dass mein Körper viel mehr kann, ich muss nur an ihn glauben und ihn unterstĂŒtzen, wo ich kann. Deshalb entscheide ich mich, trotz Chemotherapie regelmĂ€ĂŸig Sport zu treiben, mich gesund zu ernĂ€hren und zu fasten.

Zum Fasten wĂ€hrend der Chemotherapie hatte ich mich belesen und fĂŒr mich mitgenommen, dass Intervallfasten die Heilungserfolge erhöhen und zu einer Verringerung der Nebenwirkungen fĂŒhren kann. Hierzu gibt es auch schon einige wissenschaftliche Studien. Vereinfacht gesprochen lautet die Theorie, dass die gesunden Körperzellen durch das Fasten in eine Art Winterschlaf fallen und so die Chemomedikamente nicht mehr so aktiv aufnehmen. Unsere Körperzellen sind hierauf genetisch bedingt konditioniert. Die Krebszellen dagegen kenne diese Art Winterschlaf nicht und saugen deshalb ausgehungert die fĂŒr sie tödlichen Chemomittel umso mehr auf.

Diese Theorie hat mich ĂŒberzeugt, und der Gedanke hilft mir sehr. Deshalb ziehe ich es durch und faste fĂŒr jeden Chemozyklus, natĂŒrlich in Absprache mit meinem Onkologen. Das Thema ErnĂ€hrung stresst mich dagegen am Anfang doch sehr. Je mehr ich hierzu lese, desto mehr habe ich das GefĂŒhl, dass ich eigentlich gar nichts mehr essen kann. Die Angst, etwas Falsches zu mir zu nehmen, ist groß. Auf der anderen Seite geht es mir nach ein paar Tagen mit meinen neuen Essensgewohnheiten schon viel besser und ich finde nach und nach zu einer ErnĂ€hrungsform, die optimal zu mir passt.

Jeden Tag nehme ich mir Zeit fĂŒr mich und mache Sport zu einer meiner Routinen. Ich starte morgens mit einer Joggingrunde oder einer Einheit auf meinem Hometrainer, danach mache ich entweder Stretching, Yoga oder eine kleine Meditation. Dies hatte ich mir vorher nicht besonders oft gegönnt. Mit dem Training in meinem Yogastudio höre ich allerdings wĂ€hrend der Chemo auf, da ich mich in der Gruppe zu der Zeit nicht mehr so wohl fĂŒhle.

DafĂŒr fahren wir jedes Wochenende in die Berge zum Skilaufen. Diese geballte Ladung Sauerstoff und Lebensfreude schenkt mir die Energie, die ich brauche, um die Chemotherapie zu ĂŒberstehen. Die Berge, die Sonne, das Glitzern des Schnees und die frische Luft geben meinem Körper und meiner Seele unglaublich viel Kraft. Ich fĂŒhle mich als Teil der Natur. Das ist einfach pures Leben. Die Skiwochenenden holen uns auch als Familie immer wieder aus dem Elend der Krankheit und dem damit verbundenen Alltag. Es sind meine Highlights, und ich finde heraus, wie heilsam es fĂŒr mich ist, dass ich mir in der Therapie auch noch andere schöne Erlebnisse schaffe. Ich treffe mich mit Freundinnen, gehe zur ManikĂŒre oder sitze einfach mal ganz entspannt in der Sonne– alles Dinge, fĂŒr die ich mir frĂŒher nie die Zeit genommen habe. Ich glaube, dass solche großen, aber auch die kleinen Auszeiten ganz wesentlich fĂŒr den Heilungserfolg sind, denn sie lassen mich spĂŒren, dass ich lebe!

Ströme der Heilung

FĂŒr mich ist klar, dass ich selbst aktiv zu meiner Heilung beitragen kann. Hinsichtlich der Frage, wie ich das tun kann, hat mir das Buch von Dr. Kelly Turner Neun Wege in ein krebsfreies Leben sehr geholfen und mir zudem viel Zuversicht geschenkt. Dr. Turner hat an Krebs erkrankte Menschen interviewt und begleitet, die aus Sicht der Schulmedizin als unheilbar galten und dennoch heute krebsfrei leben. In ihrer Forschungsarbeit hat sie festgestellt, welchen großen Anteil, neben den Themen ErnĂ€hrung, Sport und NahrungsergĂ€nzung, die seelische Ebene an der Heilung hat. Zur Aktivierung der eigenen SelbstheilungskrĂ€fte ist die Seele so wichtig.

Das gibt mir Anlass, selbst zu hinterfragen, wo mein Leben in eine Schieflage geraten ist und was mir der Krebs sagen will. Meine Freundin ist Reiki-Meisterin und bietet mir ihre Hilfe an, um Antworten zu finden und auf energetischer Ebene mit mir zu arbeiten. Ich bin ĂŒberzeugt, dass es auf keinen Fall schaden kann, mich auf ihre Begleitung einzulassen.

Die Ärzte sagen mir, dass Brustschmerzen wĂ€hrend der Therapie erst einmal keinen Anlass zur Sorge geben mĂŒssen, sondern auch ein Zeichen dafĂŒr sein können, dass sich der Tumor zurĂŒckzieht. Als ich nach jeder Reiki-Behandlung Schmerzen in der linken Brust spĂŒre, nehme ich diese daher mit Freude an. Sie bestĂ€rken mich in dem GefĂŒhl, dass die Reiki-Behandlung, die Arbeit mit der universalen Lebensenergie, meine Gesundung fördert und meine körpereigenen SelbstheilungskrĂ€fte aktiviert. Und tatsĂ€chlich hilft mir die energetische Behandlung, innere Konflikte zu lösen, und ich erkenne, dass die Krankheit mein Weg ist, Heilung zu finden.

Zudem stoße ich auf den ganzheitlichen Ansatz des Neurologischen Integrationssystems (NIS), der eine ergĂ€nzende Therapie zur Schulmedizin bietet. Hierbei geht es darum, die Zellen positiv zu aktivieren. Mich beeindruckt sehr, dass sowohl meine Freundin als Reiki-Meisterin als auch der NIS-Arzt unabhĂ€ngig voneinander die gleiche Ursache fĂŒr meine Krebserkrankung sehen. Nicht zufĂ€llig ist der Tumor linksseitig, ĂŒber dem Herzen: Ein Trauma aus meiner Kindheit will gesehen und geheilt werden.

Tiefe Transformation

Nach vielen Jahren wage ich es nun, mich mit der seelischen Verletzung, die ich als junges MĂ€dchen erfahren habe, auseinanderzusetzen. Jetzt ist fĂŒr mich die Zeit gekommen, mein inneres Kind zu heilen und diese Erfahrungen aufzuarbeiten. Dabei hilft mir die Arbeit mit dem Buch Das Kind in dir muss Heimat finden von Stefanie Stahl. Ich erkenne meine inneren Verletzungen und spĂŒre, dass ich endlich loslassen muss, um mit der Vergangenheit und damit auch mit der Gegenwart Frieden schließen zu können und mich selbst zu heilen.

Ich mache viele gefĂŒhrte Meditationen, die mir helfen, das Erlebte zu verarbeiten und in die Tiefe meines Herzens zu transformieren. Mein Körper gibt mir schließlich zu verstehen, dass ich geheilt bin, deshalb höre ich auf meine Intuition und entscheide in Absprache mit meinen Ärzten, die letzte Chemoeinheit nicht mehr zu machen. Ich spĂŒre eine unglaubliche Ruhe in mir und fĂŒhle, dass die Chemo ihre Aufgabe erfĂŒllt hat, ebenso wie ich selbst. Ich bin bereit fĂŒr einen Neuanfang. Nach vielen Gedanken und langen GesprĂ€chen ĂŒber mögliche Ursachen von Krebs schlussfolgere ich, dass es sicher nicht nur die eine Ursache gibt, die zum Ausflippen einer Zelle und dann zur Bildung von Krebs fĂŒhrt. Ich denke, es sind in der Regel verschiedene Dinge, deren Zusammenspiel dazu fĂŒhren kann. Jeder Mensch muss fĂŒr sich selbst erkennen, ob und wenn ja, an welchen Stellschrauben er drehen kann.

Bis zur letzten Chemo verliere ich durch das Fasten natĂŒrlich wahnsinnig viel Gewicht. Jetzt habe ich dafĂŒr aber einen Körper, den ich vorher nie hatte, und fĂŒhle mich total wohl. Die fĂŒr die Heilung gewonnenen Erkenntnisse zur Bedeutung von Sport, gesunder ErnĂ€hrung und Achtsamkeit sind feste Bestandteile meines tĂ€glichen Lebens geworden. Ich koche viel mehr frisch und heute ĂŒberlege ich dreimal, ob ich nicht lieber etwas Gesundes esse, bevor ich in ein Croissant beiße.

Zwar sind meine Leukozytenwerte noch immer im Keller, aber dennoch bin ich fitter als je zuvor. Das zeigen auch meine regelmĂ€ĂŸigen medizinischen Check-ups. Durch die Krankheit habe ich erst richtig Vertrauen in meinen Körper gewonnen. Ich danke ihm jeden Tag, weil er so großartige Arbeit geleistet hat.

Dr. Jeanette Dittmann

Abschied vom Krebs

Trotz all dem, was ich durchmachen musste, hadere ich nicht mit meinem Körper und auch nicht mit dem Krebs, sondern ich verabschiede mich ganz freundlich von ihm. Ich habe verstanden, was er mir sagen wollte. Aber jetzt darf er wieder gehen. Im Moment werde ich noch sehr engmaschig kontrolliert. Aber in meinem tiefen Inneren bin ich mir sicher, dass ich wirklich wieder richtig gesund bin und bleibe. Trotzdem kommen ab und zu auch einmal wieder Schreckminuten und Ängste auf, wenn die Narbe wehtut oder ich Berichte von Frauen höre oder lese, bei denen der Krebs zurĂŒckgekommen ist.

Nach etwas ĂŒber einem Jahr habe ich wieder angefangen zu arbeiten und kehre auch sonst wieder zu meinem alten Leben zurĂŒck. Aber ich habe neue Angewohnheiten angenommen. Dank Corona habe ich das Homeoffice fĂŒr mich entdeckt, was mir in meinem noch immer recht bewegten Alltag sehr hilft.

Von meinem Perfektionismus und meinem Hang, mich zu sehr stressen zu lassen, habe ich mich leider nicht ganz lösen können. Aber ich habe gelernt, Hilfe anzunehmen und Pausen zu machen, ohne mich dafĂŒr schlecht zu fĂŒhlen. Außerdem haben wir Familienzuwachs bekommen, einen kleinen Mischlingshund. Er ist meine tĂ€gliche zusĂ€tzliche Frischluft- und Liebesdusche – und schließlich fĂŒr uns alle ein wunderbarer Seelentröster.

Ich möchte meine Kinder noch mindestens so lange auf ihrem Weg begleiten, bis sie mich nicht mehr brauchen.

Neues Vertrauen in meinen Körper

Auf meinem Heilungsweg hĂ€tte ich mir gewĂŒnscht, dass die Schulmedizin mir mehr davon mitgegeben hĂ€tte, was ich selbst zu meiner Heilung beitragen konnte. Vieles musste ich selbst herausfinden. Dank der UnterstĂŒtzung durch die begleitenden Maßnahmen konnte ich meinen „Therapieplan ohne grĂ¶ĂŸere Komplikationen einhalten, was alles andere als selbstverstĂ€ndlich ist.

Es ist schade, dass solche Informationen nicht in einer Datenbank gesammelt und den Betroffenen zugĂ€nglich gemacht werden. Außerdem sollte schon bei der Diagnostik abgefragt werden, ob vielleicht auch seelische GrĂŒnde wie Traumata, SchicksalsschlĂ€ge oder Ă€hnliches vorliegen können. Bestimmt könnte vielen Frauen besser geholfen werden, wenn sie wĂŒssten, wo sie noch hinschauen mĂŒssten. Meinen Heilungsweg bin ich mit großer mentaler StĂ€rke in vielen kleinen Schritten gegangen, immer einen Fuß vor den anderen setzend. Mir hat meine positive Zuversicht dabei sehr geholfen, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Mein Bild, wenn ich an den Krebs denke, ist: Ich gehe am Strand spazieren und mein Krebs schwimmt wieder raus ins weite Meer. Wir winken uns aus der Ferne zu und ich sage: „Bleib Du schön da hinten im Meer, ich bleibe hier am sicheren Strand.“ Es war und ist noch nicht meine Zeit, um zu gehen.

Ich liebe das Leben!

Wenn du mehr zu den Lebensheldinnen und dem Verein erfahren möchtest, schau unbedingt auf ihrer Website vorbei. Die inspirierenden Geschichten der Frauen sind auch in einem Buch gesammelt, welches nicht nur Frauen, die von der Krankheit betroffen sind, Mut machen soll.

#highfive

euer RealTalk-Team

Mut vs. Komfortzone

Mut

Mut ist die positiv besetzte Eigenschaft, die geschĂ€tzt und bewundert wird. Aufgrund des aufgebrachten Mutes verĂ€ndert sich eine Situation. FĂŒr einen selbst und auch fĂŒr andere.

Mutig zu sein bedeutet Furcht und psychische WiderstĂ€nde zu ĂŒberwinden, Risiken einzugehen, die Unsicherheit und den offenen Ausgang auszuhalten und ein mögliches Scheitern in Kauf zu nehmen.
Mut ist ein Verhalten und keine Emotion!

Komfortzone

Der Begriff Komfortzone beschreibt einen Bereich des Lebens, der durch Bequemlichkeit und Risikofreiheit geprÀgt ist. Komfortzone wird alltagssprachlich oft leicht abwertend gebraucht, das Verlassen hingegen ist positiv behaftet.

Die persönliche Komfortzone ist jener Bereich, in dem wir uns wohlfĂŒhlen. Sie ist das Umfeld, das wir kennen und gewohnt sind. Sie endet dort, wo Überwindung beginnt und es nicht mehr bequem ist.

Die Komfortzone ist jener Ort, der sich kuschelig warm anfĂŒhlt und in der keine fiesen Monster und Herausforderungen hinter jeder Ecke lauern. Sie ist aber auch jener Ort, der dich nicht wissen lĂ€sst, wie großartig du sein kannst und lĂ€sst dich nicht ĂŒber dich hinaus wachsen. Desto lĂ€nger du in der Komfortzone hockst, desto wĂ€rmer wird sie. Durch regelmĂ€ĂŸiges Verlassen der Komfortzone wird sie grĂ¶ĂŸer. Im Gegensatz dazu: Sie verkleinert sich, wenn du sie nie verlĂ€sst.

Mut im Alltag

Wenn dir jemand Unrecht tut, dann schluck es nicht runter, sondern sprich es an. Wenn dir jemand eine AktivitĂ€t vorschlĂ€gt, vor der du Angst hast, sagst du „Ja“ (auch wenn du Ă€ngstlich bist) und blickst deiner Angst ins Auge.

Dir wird an der Kasse zu wenig Wechselgeld gegeben? Sprich es an. Du hast das GefĂŒhl, dass dich dein Mechaniker, Steuerberater oder Arzt ĂŒbers Ohr haut? Du sprichst ihn darauf an.

Jemand hÀlt seinen Abgabetermin nicht ein? Sprich es respektvoll und höflich an und gib ihm/ihr zu verstehen, dass das nicht wieder vorkommen soll.

Dich belastet eine Situation in der Familie? Rufe diejenigen an, die diese Situation verursachen und sucht gemeinsam eine Lösung. Du möchtest mehr Geld in deiner Firma verdienen? Rede mit deinem Boss. Mehr als “Nein” kann er nicht sagen.

Mutig sein heißt: Etwas zu machen, was dich im Leben weiterbringt, obwohl du Angst davor hast. Die Risiken deines Vorhabens zu kennen und dir klarzumachen, dass dir nichts wirklich Schlimmes passieren kann. Deine inneren Alarmsirenen zu ignorieren, die dich in deiner Komfortzone festhalten wollen.

Ein gutes SelbstwertgefĂŒhl ist entscheidend fĂŒr mutiges Verhalten. Wenn du dir selbst nicht wichtig bist, dann tust du Dinge nicht fĂŒr dich, sondern fĂŒr andere. Arbeite an deinem SelbstwertgefĂŒhl und sei nachsichtig mit dir. Je mehr du dich selbst liebst, umso eher wirst du fĂŒr deine BedĂŒrfnisse und TrĂ€ume kĂ€mpfen.

Einen kleinen Tipp haben wir noch fĂŒr dich zum Schluss. Wenn du ein Tool suchst, dass dir konkrete Beispiele und Aufgaben gibt, wie du deine Komfortzone verlassen kannst und wirklich ins Handeln kommst. Dann check dir jetzt deine eigene Mutbox, denn wie du ja weißt, alles Erstrebenswerte liegt außerhalb der Komfortzone!

Die Mutbox – Die Box, die mutig macht

#highfive

euer RealTalk-Team

In 5 Schritten zur Delegation

Gastbeitrag von Karin Tatzmann

Schon in der Vorwoche haben wir tolle Tipps von Karin erhalten. Da der Beitrag so gut angekommen ist und ihr nach weiteren konkreten Tipps gefragt habt, folgt heute ein zweiter Teil. Nochmals zur Autorin: Karin ist systemischer Coach und Mentaltrainerin. Sie hilft FĂŒhrungskrĂ€ften, Mitarbeitern, Teams, Unternehmen individuelle Lösungen und Strategien gemeinsam zu erarbeiten. Sie zeigt Ihnen, wie man neue Denkprozesse trainiert und mit VerĂ€nderungen besser umgehen lernt.


Wenn du gerade erst FĂŒhrungskraft geworden bist, dann ist das Delegieren von Aufgaben noch neu und ungewohnt und gar nicht so einfach. Du ĂŒbertrĂ€gst nicht nur Aufgaben, sondern auch Verantwortung und Kompetenzen. 

Die W-Fragen können dir zu Beginn helfen:

WAS muss gemacht werden und wie soll das Ergebnis ausschauen?

Kommuniziere immer klar was genau zu tun ist. Je genauer du eine Aufgabe definierst und kommunizierst, desto besser wird das Ergebnis sein. Wichtig ist dabei auch, dass der Mitarbeiter das Ziel kennt, das erreicht werden soll. Es ist entscheidend, dass das erwartete Ergebnis vorgegeben wird und weniger der Weg. Der Mitarbeiter erhĂ€lt so die Möglichkeit, mitzudenken und selbst kreativ zu arbeiten. 

Bei komplexeren Aufgaben ist das Feedback des Mitarbeiters sinnvoll. Lass den Mitarbeiter die Aufgabe mit seinen eigenen Worten wiederholen um zu ĂŒberprĂŒfen, ob die Botschaft bei ihm richtig angekommen ist. Der Mitarbeiter soll auch wissen, wie weit seine Befugnisse gehen, dh darf er Entscheidungen eigenmĂ€chtig treffen? Wer muss ĂŒber einzelne Schritte informiert werden?

WARUM ist die Aufgabe wichtig?

Wenn du als FĂŒhrungskraft den Hintergrund der Aufgabe erklĂ€rst, fördert dies nicht nur die Motivation des Mitarbeiters, sondern auch die AttraktivitĂ€t. Der Mitarbeiter weiß dann, wozu der Aufwand betrieben wird und dies wirkt sich wiederum positiv auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus. Wenn Mitarbeiter Sinn und Zweck der Aufgabe verstehen, lassen sich oftmals auch Fehler und RĂŒckfragen vermeiden.

WER soll es tun?

Als FĂŒhrungskraft kennst du die StĂ€rken, SchwĂ€chen und Interessen deiner Mitarbeiter. Manchmal hĂ€ngt die Entscheidung aber davon ab, wie schnell eine Aufgabe erledigt sein soll. Wenn es schnell gehen muss, dann beauftrage erfahrene Mitarbeiter damit. Die haben aber oft schon andere Dinge um die Ohren. Langfristig macht es also auch Sinn, andere Mitarbeiter fĂŒr bestimmte Aufgaben aufzubauen. Vermutlich wird das anfangs mehr Zeit und KorrekturlĂ€ufe beanspruchen, bis du das gewĂŒnschte Ergebnis erhĂ€ltst. Auf Dauer lohnt sich der Einsatz aber.

WANN muss es erledigt werden?

Die Angabe eines Zeitpunktes ist zwingend notwendig. Dadurch kann der Mitarbeiter sich seine Zeit besser einteilen. Achte bei Teilaufgaben darauf, dass du einen zusĂ€tzlichen Puffer einbauen, damit der Abgabetermin eingehalten werden kann. Bei einer zu großzĂŒgigen Timeline aber besteht die Gefahr, dass die Angelegenheit aufgeschoben oder gar aus den Augen verloren wird. Achte also, dass die Zeitspanne nicht zu knapp, aber auch nicht zu lang ausfĂ€llt.

WIE soll es gemacht werden?

Mit der Delegation gibst du Verantwortung ab. Je nach Situation und Erfahrungsschatz des Mitarbeiters musst du unterscheiden ob der Mitarbeiter mehr Anleitung braucht oder weniger. Bei unerfahrenen Mitarbeitern ist es sinnvoll, Zwischenziele zu vereinbaren und sich in kleinen Schritten dem Ziel zu nĂ€hren. Erfahrene Mitarbeiter brauchen hingegen weniger Anleitungen, weil sie den Weg zum Ziel selbst finden. Hier wĂ€re zuviel Vorgabe und Kontrolle falsch, da sie dem Mitarbeiter das GefĂŒhl geben, dass du ihm die Aufgabe nicht zutraust.

WER informiert wen, wenn es nicht nach Plan lÀuft?

Wichtig ist die Kommunikation. Hast du immer ein offenes Ohr, wenn es Fragen gibt. Kommt der Mitarbeiter selbst auf dich zu oder musst du regelmĂ€ĂŸig Feedback einholen. Damit das Ergebnis erreicht werden kann und der Abgabetermin eingehalten werden kann, ist es wichtig rechtzeitig einzugreifen. 

© Karin Tatzmann

Die 5 Stufen der Delegation

Stufe 1 – Umsetzung der Aufgaben

In Stufe 1 gibst du alles genau vor. Du hast bereits recherchiert und entschieden und sagst dem Mitarbeiter genau was er zu tun hat.

Stufe 2 – Einarbeitung und erste LösungsvorschlĂ€ge

In der nÀchsten Stufe sagst du dem Mitarbeiter, dass er sich in das Thema allgemein einarbeiten und Lösungen finden soll.

Stufe 3 – Erarbeitung von VorschlĂ€gen

In der Stufe 3 arbeitet sich der Mitarbeiter detaillierter ins Thema ein und arbeitete auch konkrete LösungsvorschlĂ€ge mit BegrĂŒndungen aus, warum er bestimmte Vorgehensweisen so umsetzen wĂŒrde. Du triffst aber noch die Entscheidung

Stufe 4 – Entscheidungen mit Kontrolle

Der Mitarbeiter trifft selbstÀndig Entscheidungen und berichtet an dich. Im gemeinsamen GesprÀch wird dann die Vorgehensweise besprochen.

Stufe 5 – Entscheidungen ohne Kontrolle

In der letzten Stufe entscheidet der Mitarbeiter eigenmĂ€chtig ohne RĂŒckmeldung. Du hast vollstes Vertrauen in die FĂ€higkeiten deines Mitarbeiters.

Wenn du willst, dass deine Mitarbeiter sich weiterentwickeln und du als Unternehmer:in wachsen willst, dann versuche mit deinen Mitarbeitern die Stufe 5 zu erreichen.


Wenn ihr mehr zum Thema Delegation erfahren wollt, dann nutzt die Chance und ladet euch die Checkliste von Karin kostenlos herunter. Die Checkliste enthÀlt die 5 W-Fragen, wie man strukturiert und erfolgreich Aufgaben delegiert. Tragt euch ein und ihr bekommt die 5 W-Fragen. Damit könnt ihr sofort mit dem Delegieren loslegen.

Link: https://subscribepage.io/delegation

#highfive
Karin und euer RealTalk-Team

Delegieren fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte

Gastbeitrag von Karin Tatzmann

Vor einigen Wochen haben wir die tolle Karin kennengelernt. Beim RealTalk am 09.03.2022 war sie im Publikum – gleich darauf packte sie der Impuls, etwas fĂŒr unsere Community beitragen zu wollen. Und et voilĂ  – die Idee zu einem Blogbeitrag war geboren. Karin ist systemischer Coach und Mentaltrainerin. Sie hilft FĂŒhrungskrĂ€ften, Mitarbeitern, Teams und Unternehmen, individuelle Lösungen und Strategien gemeinsam zu erarbeiten. Sie zeigt Ihnen, wie man neue Denkprozesse trainiert und mit VerĂ€nderungen besser umgehen lernt.


Vielen fĂ€llt es schwer, Arbeiten abzugeben, zu delegieren. Doch niemand kann alles alleine schaffen. Meistens sind es vielbeschĂ€ftigte und ĂŒberarbeitete Menschen, die alles selbst erledigen wollen. Oder auch Personen, die dazu neigen, die Kontrolle ĂŒber alles behalten zu wollen. Aber auch aus Unsicherheit oder SelbstĂŒberschĂ€tzung.

Stell dir kurz einmal vor, du wĂ€rst Dirigent:in eines Orchesters. Ist es deine Aufgabe als Dirigent alle Instrumente zu spielen oder leitest du dein Orchester an und gibst die richtigen Vorgaben wie Rhythmus, Takt, Einsatz und Pausen? Und genauso so sollte dein FĂŒhrungsalltag ausschauen. Statt dich um alle Details und um jede Aufgabe zu kĂŒmmern, konzentrierst du dich auf das große Ganze.

Als FĂŒhrungskraft bist du fĂŒr die FĂŒhrung deines Teams zustĂ€ndig – nicht fĂŒr jede einzelne Aufgabe.

Was bedeutet delegieren ĂŒberhaupt?

Delegieren bedeutet Aufgaben, Kompetenzen oder Verantwortung an Mitarbeiter:innen zu ĂŒbertragen.

Aufgaben richtig aufzuteilen, erfordert spezielles Wissen – sowohl ĂŒber die FĂ€higkeiten der Mitarbeiter, an die Aufgaben zu delegieren sind, als auch ĂŒber die eigenen StĂ€rken und SchwĂ€chen. Du sollst nicht nur langweilige Routineaufgaben delegieren, sondern auch dafĂŒr sorgen, dass du deinen Mitarbeitern die Chance gibst an neuen Aufgaben zu wachsen und die Kompetenzen zu verbessern.

Warum ist das ĂŒberhaupt wichtig? Eben weil keiner von uns alles kann – weder zeitlich noch fachlich. 

© Karin Tatzmann

Warum lohnt sich delegieren?

FĂŒr dich als FĂŒhrungskraft

  • Du sparst dir viel Zeit
  • Du gibst Verantwortung weiter
  • Du schaffst Vertrauen
  • Du hast zufriedenere Mitarbeiter
  • Du forderst deine Mitarbeiter
  • Du findest mehr Fokus & Konzentration

FĂŒr dein:e Mitarbeiter:innen

  • Bekommen die Möglichkeit ihr Potenzial voll zu entfalten
  • Sie dĂŒrfen mehr Verantwortung ĂŒbernehmen
  • Durch den Vertrauenszuspruch erkennen sie sich als Teil der Wertschöpfungskette an
  • Werden zu besseren Leistungen angespornt

Was hindert mich am Delegieren?

Finde heraus, was dich am Delegieren hindert

Vor allem GlaubenssÀtze, wie

  • „Ich kann die anderen nicht mit meinen Aufgaben belasten.“
  • „Das macht sowieso keiner besser oder schneller als ich.“
  • „Bevor ich alles lang und breit erklĂ€re, mache ich es lieber selbst.“
  • „Wenn etwas schiefgeht, dann muss ich den riesigen Scherbenhaufen beseitigen.“
  • „Außer mir weiß keiner, wie das genau geht.“

hindern dich zu delegieren

Welche Aufgaben lassen sich gut delegieren?

  1. Routineaufgaben

Routineaufgaben sind ideal zum Delegieren. Vor allem FĂŒhrungskrĂ€fte sollten hier rigoros sein. Du bist kein hochbezahlter Sachbearbeiter mehr. Bei ungeliebten Routineaufgaben achte darauf, dass du diese gleichmĂ€ĂŸig im Team verteilst – dies kann sonst zu Frustration fĂŒhren.

2. Technikaufgaben

Nicht nur Mitarbeiter oder Kollegen können uns Arbeit abnehmen. Auch praktische technische Helfer, Software und Co. können uns entlasten

3. Einmalaufgaben

Einmalige Aufgaben, wie beispielweise Organisation von Meetings lassen sich leicht delegieren. 

4. Gut vorbereitete TÀtigkeiten, die anhand einer Checkliste abgearbeitet werden können.

Dies kann beispielsweise das Erstellen von Berichten sein, das Updaten von Datenbanken oder die regelmĂ€ĂŸige Kalibrierung eines GerĂ€tes. Die Kompetenz und der Reifegrad der Mitarbeiter spielt hier eine Rolle.

5. Spezialistenaufgaben
Befinden sich Mitarbeiter im Team, die erforderliche Kenntnisse haben, können diese Aufgaben vielleicht besser oder schneller erledigen als die FĂŒhrungskraft.


NĂ€chste Woche am Samstag folgt der zweite Teil von Karins Gastbeitrag, den dĂŒrft ihr euch nicht entgehen lassen, denn hier gibt sie konkrete Tipps zur Delegation fĂŒr jedermann und jederfrau. Wenn ihr mehr von Karin und dem Thema Delegation erfahren wollt, dann nutzt die Chance und informiert euch ĂŒber ihre FĂŒhrungskrĂ€fte-Akademie.

Die FĂŒhrungskrĂ€fte-Akademie liefert dir den kompletten Werkzeugkasten, den du fĂŒr die optimale FĂŒhrung deines Teams benötigst. Egal ob du in einem Industrieunternehmen arbeitest, in einem großen Konzern oder selbstĂ€ndig als Unternehmer:in tĂ€tig bist. Der Kurs startet am 2. Juni und die PlĂ€tze sind begrenzt.

Link: www.karin-tatzmann.at/akademie

#highfive
Karin und euer RealTalk-Team

Wie du mit deiner Angst umgehen kannst

“Angst ist ein wundervoller Diener, aber ein schrecklicher Herrscher.”

Dan Millman

Was ist Angst eigentlich?

Angst ist die körperliche Reaktion auf eine unmittelbare Gefahr. Jeder kennt das Beispiel mit dem SĂ€belzahntiger. Angst ist dafĂŒr da uns zu schĂŒtzen und uns zu warnen, aber wenn ich stĂ€ndig in einem Zustand von Angst lebe, setze ich meinen Körper und meine Psyche einer enormen Belastung aus. Angst ist Teil unseres Lebens und Angst lĂ€sst sich nicht besiegen. Wir werden keine Erfolge feiern wenn wir gegen unsere Ängste ankĂ€mpfen. Der Weg der sich im Umgang mit Ängsten am meisten bewĂ€hrt hat, ist die Angst zu akzeptieren und sie als Freund zu sehen. Als Freund der dich vor Gefahren warnt, den du aber auch wegschicken darfst, wenn gerade keine unmittelbare Gefahr herrscht. Die zwei ĂŒblichen Reaktionen im Umgang mit Angst sind entweder der Verfall in eine Schockstarre, oder der Drang aus der Situation zu flĂŒchten. Wir möchten dir eine andere Perspektive zeigen, wie du mit Angst umgehen kannst. 

Georg beim RealTalk

Wege aus der Angst die uns und anderen geholfen haben

Oft kann es hilfreich sein, sich bewusst den Situationen auszusetzen die einem Angst bereiten und so durch dieses GefĂŒhl hindurch zu tauchen. Das befreit dich nicht nur sehr wahrscheinlich von deiner Angst, sondern macht dich zusĂ€tzlich viel mutiger, wodurch du in Zukunft besser mit Ă€hnlichen Szenarien umgehen kannst. Wenn du handelst anstatt in eine Form des Stillstands zu verfallen, kann dir das im Umgang mit der Angst helfen, da du das GefĂŒhl hast etwas tun zu können und der Situation nicht ausgeliefert zu sein. Auch ein GesprĂ€ch darĂŒber was dir Angst bereitet mit jemandem dem du vertraust, kann zur Heilung beitragen.

Seinen Ängsten in kreativen Bereichen wie Kunst, Tanz oder Schreiben Ausdruck zu verleihen, ist auch ein gutes Ventil fĂŒr bedrĂŒckende GefĂŒhle. Die Tatsache, dass man diese GefĂŒhl der Angst gerade spĂŒrt, zu akzeptieren, verĂ€ndert im Körper meist schon so viel, dass sich die Angst von selbst legt. Und wenn du das GefĂŒhl hast, dass dich die Angst ĂŒberkommt, atme einfach mal bewusst ein und aus. So lenkst du deinen Geist ab und gibst dem Körper die Möglichkeit sich von den tiefliegenden Reaktionen auf die Angst, zu erholen. Wenn du eher ein realistisch veranlagter Mensch bist, kann es auch hilfreich sein, deine Gedanken einem RealitĂ€tscheck zu unterziehen und so zu prĂŒfen wie real deine Angst und deine Sorgen tatsĂ€chlich gerade sind. 

Wie dir Mut hilft weniger Angst zu haben

Mut ist eines der wirksamsten Mittel gegen Angst. Du fragst dich warum? Angst ist eine Gewohnheit die immer wieder in Ă€hnlichen Mustern auftritt. Mut hilft dir nicht nur dabei diese Muster zu durchbrechen, weil du mutiger bist dich der Angst zu stellen, sondern weil du dich selbst wenn du mutig bist, regelmĂ€ĂŸig außerhalb deiner Komfortzone bewegst. Du bekommst immer wieder die BestĂ€tigung, dass es sich gut anfĂŒhlt Dinge zu tun vor denen du anfangs vielleicht ein bisschen Angst hattest. Die perfekte Lösung um mutiger zu werden und somit zu lernen besser mit seiner Angst umzugehen, ist sich regelmĂ€ĂŸig Aufgaben zu stellen die dich aus deiner Komfortzone locken. Genau das schaffst du mit unserer Mutbox, die 52 Aufgaben beinhaltet und du somit spielerisch ĂŒber dich hinauswachsen kannst. Nimm die Angst an der Hand und lerne sie zu deinem Vorteil zu nutzen.

#highfive

euer RealTalk-Team

Wie du endlich aufhörst Fehler zu vermeiden

Fehler sind großartig. Wir lieben sie! Wir lernen einfach so viel daraus und mĂŒssen sie kein zweites Mal machen. Wenn du einmal auf die Herdplatte greifst, greifst du höchst wahrscheinlich kein zweites Mal mehr drauf. Doch unsere Gesellschaft hat es uns doch so verkauft: „Fehler sind schlecht. Fehler gilt es zu vermeiden. Fehler sind negativ. Sei ja brav und artig. Mach nichts unanstĂ€ndiges. Tanze ja nicht aus der Reihe.”

Wenn wir ĂŒber den Atlantik gucken, sehen wir eine ganz andere Kultur. Die USA. Fehler werden dort gefeiert. Wenn du eine Firma in den Sand setzt, gratulieren dir die erfolgreichen Menschen, weil sie wissen, dass Fehler ‘Part of the Game’ sind!

“Nichts bringt dich schneller zum Erfolg als viele Fehler in kurzer Zeit zu machen.”

Damit meinen wir nicht, dass du das Gesetzt brichst und ein Feind unserer Gesellschaft wirst. Wir meinen damit, dass du Normen und Regeln ĂŒber unsere Fehlerkultur brichst. Wir mĂŒssen es einfach akzeptieren, dass Fehler zum Erfolg dazu gehört.

“Fehler gehören nicht zum Lernprozess, sie sind der Lernprozess!”

Das klingt ja jetzt alles so nett und nach einem romantischen Liebesfilm, wo du am Ende doch noch die Fehler heiratest und ihr bis ans Ende eurer Tage glĂŒcklich lebt. Doch wir bei RealTalk werden immer konkret und haben praktische Tipps!

RealTalk in Graz

3 Wege, Fehler leichter zu akzeptieren

1.) Siehe Fehler als Lernprozess und nicht als Scheitern an.

Wenn wir aus lauter Angst Fehler zu machen, nichts anfangen, kann unser Leben niemals besser werden, sondern umgekehrt sogar schlechter! Lies Biografien von erfolgreichen Menschen die oft gescheitert sind! Schau dir Videos von Menschen an, die ĂŒber Fehler positiv sprechen. Rede mit Menschen die oft scheitern! Tu einfach alles in deiner Macht stehende um Fehler in ein anderes, besseres Licht zu rĂŒcken.

2.) Mache Dinge absichtlich falsch.


Etwa sowas:  Bleibe bei der frisch geschalteten grĂŒnen Ampel solange stehen, bis der hintere dich anhubt. Zieh zwei unterschiedliche Schuhe an. Rede in der Bibliothek sehr laut. Mach LiegestĂŒtze am Gehweg. Rufe eine falsche Nummer an und entschuldige dich seine Zeit gestohlen zu haben. Parke auf zwei ParkplĂ€tzen. Egal was es ist – es geht einfach darum ein GefĂŒhl zu entwickeln, das Fehler dich nicht umbringen! Ja sie sind unangenehm, aber ein eiskalte Cola schnell zu trinken, ist auch unangenehm.

3.) Hol dir einen Fehler-Buddy, mit dem du ausmachst, jeden Tag gemeinsam einen Fehler zu machen

Zu zweit ist einfach alles auf der Welt leichter! Hol dir einen Buddy der verrĂŒckt genug ist, mit dir die Fehler-Welt zu entdecken. Als Mensch lernen wir einfach am Besten, indem wir andere beobachten. Beobachte wie dein Fehler-Buddy Fehler macht und du tust dir automatisch leichter, auch Fehler zu machen!

Wir hoffen sehr, dass wir es geschafft haben, Fehler in ein anderes Licht zu rĂŒcken und jetzt hört auf Fehler zu vermeiden und beginnt sie zu machen!

PS: Hör dir unbedingt den Podcast mit Markus Kuntke (Innovationsmanager bei REWE) an, der Fehler einfach zu lieben gelernt hat.

#highfive

euer RealTalk-Team

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