Achte auf deine Worte

23. April 2022 // Lesezeit: 3 Minuten

Philipp Puregger - Achte auf deine Sprache

Worte sind kraftvoll. Dieser Blogartikel soll dich darauf aufmerksam machen, was du sagst und was das über dich aussagt. Oftmals sprechen wir Dinge aus, über die wir zuvor nicht nachgedacht haben. Und das ist auch gut so. Dennoch lohnt es sich, diesen Worten ein besonderes Augenmerk zu widmen.

Verbindlichkeit

Der Versuch, sich gegen die gute, alte Verbindlichkeit auszusprechen zeigt sich immer wieder in unseren Gesprächen. Oftmals ist es leichter, ein nettes „schau ma mal“ auszusprechen, anstatt „Nein“ zu sagen. Meistens weiß unser Gegenüber jedoch ganz genau, was „schau ma mal“ bedeutet, nämlich Nein.

Wem ein „Nein“ nur schwer über die Lippen kommt und momentan zeitlich eingespannt ist, kann sich des Öfteren damit helfen, weiter in die Zukunft zu blicken. Auf die Frage: „Kannst du mir bitte bei meinem Projekt helfen?“ kann man auch gerne mit „Ja gerne, ich kann in drei Wochen“ antworten. Oftmals ist man da noch nicht verplant und manchmal wird dein „Ja“ zu einem „Nein“ des Gegenübers, weil es dann nicht mehr notwendig ist.

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.

Mark Twain

Vielleicht. Grundsätzlich. Eigentlich. Schau ma mal.

Eine spannende Dynamik entsteht auch, wenn du mit jemandem zu tun hast, der gerne Worte wie „grundsätzlich“ oder „vielleicht“ verwendet. Versuche bei der nächsten Gelegenheit näher darauf einzugehen und frage nach, was denn dieses „vielleicht“ zu bedeuten hat. So kannst du besser planen und weißt, wie es um die Dinge steht. Oftmals ist Gewissheit besser als Hoffnung, vor allem dann, wenn du von jemanden abhängig bist.

Hinweis: Freya Schumann hat hierzu einen überragendes Interview im RealTalk-Podcast gegeben. Am besten direkt reinhören.

„Dürfen und Wollen“ statt zu „Müssen“

Oftmals messen wir den Dingen zu große Wichtigkeit bei. Ich selbst erwisch mich immer wieder dabei, dieses zu „müssen“ bevor ich jenes machen kann. Durch den Switch auf andere Worte wird der lästigen Tätigkeit die Schärfe genommen. „Bevor wir schwimmen gehen will ich noch eine halbe Stunde Mathematik lernen“. „Ich darf noch einige Seiten meines Buches lesen, bevor wir unsere Eltern besuchen fahren“. Gefühlt verändert sich die innere Haltung gegenüber der ungeliebten Tätigkeit und es geht einem leichter von der Hand. Ersetze das Wort „muss“ durch „darf“ oder „will“ und es wird sich eine neue Welt auftun.

Kille den Konjunktiv

Ich sollte, ich könnte, ich würde. Diese Zugänge bringen dich nicht weiter. Sei konkret und bleib drauf. Zeig deine Verbindlichkeit und sag anstelle von „ich glaube, ich sollte heute am Abend lernen“ lieber „heute Abend mach ich mich ran und lerne“.

Noch nicht

Beeindruckend, wie ein kleines Wort so viel Power in sich tragen kann. Wahnsinn. Es ist erschreckend, wie oft wir etwas nicht können oder wissen. Meist resultiert das in vermindertem Selbstvertrauen und macht handlungsunfähig. Die Ergänzung eines kleinen Wortes, des Wortes „noch“, lässt einen proaktiv an die Situation herangehen und stärkt. Ich kann „noch“ nicht jonglieren. Ich weiß „noch“ nicht, wie das funktioniert. Durch diese kleine Änderung nimmst du es gedanklich vorweg, dass du es irgendwann können/wissen wirst. Nur, weil du heute „noch“ nicht dort bist, heißt nicht, dass es nie so sein wird.

Viel Erfolg dabei, dich selbst besser kennen zu lernen und deinem eigenen Sprachgebrauch ein sauberes Update zu verleihen. Grundsätzlich sollte das schon klappen.

#highfive
euer RealTalk-Team

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