4 gute Gründe, Fehler zu machen

8. Mai 2021 // Lesezeit: 4 Minuten

Fehler machen: Manche zucken schon zusammen, wenn sie nur daran denken, einen Fehler zu machen. Auch ich hasse es, Fehler zu machen, und ich habe eigentlich Angst davor. Aber warum ist das so? Ist es wirklich so schlimm, einen Fehler zu machen? Geht meine Welt unter, wenn ich einen Fehler mache? Es fühlt sich für die meisten tatsächlich so an – das RealTalk-Team geht dieser Thematik auf den Grund. 

Wir beginnen beim Ursprung des “Problems”: Unser ganzes Schulsystem ist darauf ausgerichtet, Fehler zu vermeiden. Es wird analysiert, welche Fehler wir machen. 

Doch als Kinder kennen wir uns noch nicht aus. Unsere Realität ist noch nicht unsere eigene, sondern die Realität die wir von anderen (Lehrpersonen, Eltern / Großeltern usw.) mitbekommen haben und noch mitbekommen werden. Wir lernen, keine Fehler zu machen. Wir lernen, alles richtig zu machen. Wir lernen, bewertet zu werden, ob wir etwas falsch oder richtig machen. Und da fängt der ganze Schmarren an, den wir bis ins Erwachsenenalter mitschleppen.

Wir Erwachsene müssen es unbedingt wieder VERlernen, dass Fehler schlecht sind.

Das ist auch eine große Mission von RealTalk, denn wir glauben, dass eine Fehlerkultur unabdingbar und notwendig für unsere zukünftigen Probleme und Herausforderungen in dieser Welt ist.

Schauen wir uns die konkrete Frage, ob etwas falsch zu machen wirklich so falsch ist, an. Der Mensch lernt oft durch Belohnung oder Schmerz. Wir würden behaupten, dass Schmerz wesentlich schneller lehrt, weil wir immer von Schmerz weg gehen beziehungsweise weglaufen wollen. Und wenn wir Fehler machen heißt es nicht, dass wir in eine Sackgasse ankommen – sondern dass wir einen Weg gefunden haben, wie es eben nicht funktioniert. Thomas Edison mag gesagt haben, dass er bei den 1000 Versuchen, die Glühbirne zu erfinden, keine Misserfolge, sondern jedes Mal einen Erfolg hatte, denn er wusste, welchen Weg er nicht gehen kann. D.h. wir können die Perspektive verändern, wie wir Fehler sehen

Verändern wir die Perspektive, verändern wir auch oft unser Verhalten.

Und genau das sollten wir bei Fehlern tun, denn aus den größten Fehlern sind oft unglaubliche Lösungsvorschläge hervorgekommen. Hätte Steve Jobs Fehler gefürchtet, hätten wir jetzt niemals das iPhone in der Hand. Hätte Elon Musk immer Fehler vermieden, würde niemand einen Tesla fahren. Hätte Michael Jordan Angst vor Fehlpässen gehabt, hätten wir nicht den besten Basketballer aller Zeiten erlebt.

4 Gründe, unbedingt Fehler zu machen

1.) Fehler machen dich besser
Ein Mann soll einmal gesagt haben: Fehler gehören nicht zum Lernprozess, Fehler SIND der Lernprozess. Fehler lernen uns so viel mehr als wir denken. Fehler lehren uns, wie wir in unangenehmen Situationen reagieren. Sie lehren uns, nachzudenken, zu analysieren und wie wir es in Zukunft besser machen können. Sie bringen uns auf Wege, die wir ohne sie niemals entdeckt hätten. Fehler formen und stählen unseren Charakter, weil wir dadurch die Hürden, Probleme und Herausforderungen aus dem Weg räumen müssen. Fehler machen dich stärker und besser als du es zuvor warst.

2.) Fehler bringen Würze in dein fades Leben
Stell dir vor du hättest keine Makel, keine Fehler und eckst niemals bei jemandem an. Irgendwie klingt das toll. Ich hab’ mir gerade das gleiche gedacht. Jetzt kommt das Aber: Könntest du dir 10 Jahre vorstellen, in welchen du keinen Streit hast, keinen Fehler begehen wirst, keine Entschuldigungen aussprechen musst und daraus resultierend auch keinen Versöhnungssex haben kannst? Das mit dem Streit, den Fehlern und den Entschuldigungen könnten wir uns vorstellen, aber kein Versöhnungssex? Niemals! 😀 

Wäre unser Leben so perfekt und ohne Makel, würden wir uns wahrscheinlich nach einem Jahr schon so fadisieren, dass wir uns einen anderen Kick suchen würden. Warum nicht Fehler als die Würze unseres Lebens sehen? Fehler machen uns lebendig, sie lassen Adrenalin durch unsere Nieren schießen und lassen uns das Leben spüren.

3.) Du hast einen Weg gefunden, wie es nicht funktioniert
Wir können Fehler als Sackgasse, negativ und dumm sehen, oder wir sehen es wie Thomas Edison, dass Fehler positiv und ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolgs sind. Durch Fehler wissen wir nun, dass dieser Weg nichts für uns ist. Wir können uns voll und ganz einem neuen Weg widmen, weil wir uns sicher sind, dass der jetzige nicht funktioniert. Durch nachdenken erzielt man nicht das gleiche Ergebnis, man muss die Fehler begehen, um daraus zu lernen!

4.) Fehler machen dich empathisch und menschlich

Menschen, die immer Fehler vermeiden, wirken oft so perfekt. Insgeheim aber wissen wir alle, dass es keine perfekten Menschen gibt. Doch unser bewusstes Ich kann das nicht immer differenzieren und signalisiert uns, dass wir bei diesen sogenannten perfekten Menschen keine Fehler zeigen und machen dürfen, da wir sonst verurteilt werden und wir fühlen uns deshalb unwohl in deren Umgebung. 

Du kennst aber auch den anderen Typ Mensch, der viele Fehler hat, diese zeigt und ok damit ist. Meistens fühlen wir uns in seiner Umgebung am wohlsten, denn er erlaubt uns auch, Fehler zu machen. Wenn wir selbst perfekt sind bzw. sein wollen, verlangen wir das auch unbewusst von unserem Umfeld. Lieben wir uns selbst, auch mit Fehlern, akzeptieren wir auch die Fehler rund um uns und lieben die Menschen einfach für das, was sie sind. Dann sind wir empathisch und vor allem menschlich!

#highfive

euer RealTalk-Team

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